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Einstellungstest Azubi Bei einem Einstellungsverfahren für Auszubildende werden auch sehr gerne praktische Einstellungstests durchgeführt. Diese Tests werden den Bewerbern in einer Gruppe vorgelegt, dabei müssen sie dann eine Aufgabe oder ein Problem lösen. Während dessen werden sie von Mitarbeitern der Firma beobachtet, die es sich ansehen, wie die einzelnen Bewerber in die Gruppe integrieren. Es wird darauf geachtet, ob ein Bewerber die Führung übernimmt, oder versucht die Führung an sich zu reißen. Wer bringt sie wie in die Aufgabe ein? Steht jemand nur rum oder versucht er anderen die Arbeit aufzuhalsen? Wie gehen die einzelnen Bewerber mit ihren Konkurrenten um? Zeigen sie Hilfsbereitschaft?
Im Prinzip wird da eine bunte Gruppe von Bewerbern aufeinander losgelassen, die gemeinsam ein Projekt auf die Beine stellen sollen. Die Projekte, die für solche praktischen Einstellungstests vorbereitet werden, sind manchmal ein Teil des gesamten Einstellungstests. Aber es ist auch gut möglich, dass dieses Projekt so gestaltet wird, dass die Aufgaben auch Kenntnisprüfungen beinhalten. Weil die Bewerber ohne dieses Wissen nicht weiter kommen würden. Dann wird darauf geachtet, wer am schnellsten Bescheid weiß. Wenn allerdings jemand den Eindruck macht, dass er nur etwas sagt, um der Erste zu sein, dass wird meistens sehr negativ gewertet.
Obwohl man auf die Ausbildungsbewerber großen Druck macht, schneller als die anderen zu sein, erwartet man von ihnen bedachtes und gut überlegtes Vorgehen. Wie diese Einstellungstests, in Projektform, aussehen, richtet sich nach dem Aufgabengebiet, welches die Bewerber in ihrer Ausbildung erwartet. Manchmal wird es aber auch als Schock-Test benutzt, bei dem die Bewerber vor Aufgaben gestellt werden, die nichts mit ihrem Berufsbild zu tun haben. In dieser Form sind solche Projekte oft Teil eines größeren Einstellungstests. Die Reaktionsfähigkeit und Belastungsfähigkeit in unerwarteten Situationen ist dann sicher etwas, worauf der einstellende Betrieb sehr großen Wert legt. |