Einstellungstest Sozialberuf: Was Interessenten erwartet!

Sozial- und Pflegeberufe werden häufig im selben Atemzug genannt. Warum? Weil der Grundgedanke, das Pflegen oder die Unterstützung einer Person bei diesen Tätigkeiten im Fokus steht. Pflegeberufe sind häufig stärker medizinisch ausgerichtet, Sozialberufe hingegen kreativer und in Teilen auch musischer. Welche Pflege- und Sozialberufe es gibt und was Interessenten beim Einstellungstest Sozialberuf erwartet, soll Thema dieses Beitrags sein.

Einstellungstest SozialberufÜbersicht über Sozial- und Pflegeberufe

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl gängiger Sozial- und Pflegeberufe, die regelmäßig ausgebildet werden. Darüber hinaus werden insbesondere in der Kinderbetreuung viele Fachkräfte ausgebildet.

Alltagsbetreuer/-in Die Ausbildung zum/zur Alltagsbetreuer/-in ist insbesondere bei denjenigen beliebt, die keinen Schulabschluss haben oder die eine Weiterbildung im Bereich der Pflege anstreben. Wer keinen Schulabschluss hat, der hat nach der Ausbildung zum/zur Alltagsbetreuer/-in gleich beides in der Tasche: eine Schul- und eine Berufsausbildung. Im Fokus ihrer Tätigkeit steht das Unterstützen und Begleiten von Menschen mit diagnostiziertem Hilfebedarf. Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz ist bei dieser Form der Betreuung aller Altersgruppen besonders wichtig. Während der Ausbildung stehen die Themen Alltagsbetreuung, Rechtliches, Deutsch, Mathematik und Ethik auf dem Stundenplan. Die Ausbildung dauert ein bis zwei Jahre, je nach Qualifikation.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • eine Beglaubigung der Deutschkenntnisse
  • Geburts- und ggf. Namensurkunde
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Stelle
  • ein Passbild
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Altenpflegehelfer/-in Die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in ist eine Lehre in einem klassischen Pflegeberuf. Hierbei handelt es sich um einen Helferberuf. Die darin Ausgebildeten gehen Altenpflegern zur Hand. Zu den Aufgaben gehört die Ausführung pflegerischer und medizinisch verordneter Maßnahmen. Sie unterstützen die alten Leute in der Lebensführung und bei der Pflege sozialer Kontakte. Auch das Berichtswesen gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Die Ausbildung dauert ein Jahr und umfasst die Themen Altenpflege (Beruf, Aufgaben, Konzepte), unterstützende Lebensgestaltung, Rechtliches, Deutsch und Ethik.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Hauptschulabschluss
  • ein Mindestalter von 18 Jahren (alternativ eine einjährige praktische Tätigkeit)
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Stelle
  • eine komplette Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Altenpfleger/-in Altenpfleger sind die Fachkräfte in Pflege- und Altenheimen sowie in gerontopsychiatrischen und geriatrischen Abteilungen. Sie pflegen die Patienten, führen ärztliche Verordnungen durch, beraten und informieren die Patienten sowie deren Angehörige, unterstützen in der aktiven Lebensgestaltung und in der Hospizbegleitung und arbeiten im Dokumentationswesen und in der Qualitätssicherung mit. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst im theoretischen Bereich die Themen Altenpflege (Beruf, Aufgaben, Konzepte), unterstützende Lebensgestaltung, Rechtliches, Deutsch und Ethik.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Vorausbildung, alternativ ein Realschulabschluss
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Einrichtung
  • eine Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Arbeitserzieher/-in Arbeitserzieher helfen dabei, meist junge Menschen in Arbeit zu bringen. Oft sind diese beeinträchtigt oder behindert und haben einen entsprechend schweren Zugang zur Berufswelt. Im Fokus steht der Inklusionsgedanke, allen einen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Arbeitserzieher helfen dabei, in den Arbeitsprozess zu integrieren und den Menschen so die Möglichkeit zu geben am sozialen Leben teilzuhaben. Auch ermöglicht eine Arbeitsstelle ein gewisses Maß an Selbstständigkeit. Die Ausbildung dauert (je nach gewünschtem Abschluss) zwei bis drei Jahre und umfasst im theoretischen Bereich diese Themen: Pädagogik (Heilpädagogik, Sonderpädagogik), Psychologie, Soziologie, Psychiatrie, Neurologie, Arbeitserziehung, Arbeitstherapie, Rechtslehre, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Ethik, Medienpädagogik, Organisation, Betriebswirtschaftslehre, Fertigungstechniken (handwerklich, musisch, kreativ) und Grundlagen der medizinischen Pflege.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Vorausbildung, alternativ ein Realschulabschluss
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Einrichtung
  • eine Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Ergotherapeut/-in Ergotherapeuten verfolgen die Aufgabe, gesundheitliche Aktivitätsstörungen (motorischer, kognitiver, psychischer und sozialer Natur) zu lindern und den Patienten so die Möglichkeit zu geben, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Meist arbeiten Ergotherapeuten mit körperlich und geistig eingeschränkten Menschen, die chronisch krank sind oder durch einen Unfall nachhaltig geschädigt wurden. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst theoretische Teile sowie Praktika in den Bereichen Psychosoziologie (psychiatrisch, psychosomatisch), Motorik, Neurophysiologie und Arbeitstherapie. Der theoretische Teil ist stark medizinisch geprägt und umfasst diese Inhalte: Berufs- und Rechtskunde, Gesundheitslehre, Hygiene, Biologie, Anatomie, Physiologie, Arbeitsmedizin, Krankheitslehre, Arzneimittellehre, Psychologie, Pädagogik, Behindertenpädagogik, Handwerk und Gestaltung, Bewegung und Musik, Arbeitswelt und Arbeitstherapie.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Hauptschulabschluss plus zweijährige Vorausbildung, alternativ ein Realschulabschluss
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Einrichtung
  • eine Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Heilerziehungspfleger/-in Heilerziehungspfleger arbeiten in der Behindertenarbeit. Sie helfen Menschen im Alltagsleben und kümmern sich um die Förderung der persönlichen Fähigkeiten. Die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/-in dauert drei Jahre und umfasst im Theoriebereich diese Themen: Pädagogik, Ethik, Psychologie, Soziologie, Medienpädagogik, Psychiatrie, Neurologie, Werken, Hauswirtschaft, Heilerziehungspflege, Sportpädagogik, Rechtskunde, Dokumentationswesen, Betriebswirtschaft, Deutsch und Sozialkunde.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Realschulabschluss
  • eine einjährige, praktische Tätigkeit
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Einrichtung (bei Blockunterricht)
  • eine Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
Heilerziehungsassistent/-in Die Ausbildung zur Heilerziehungsassistent/-in ist eine Ausbildung zum/zur Helfer/-in in einem Sozialberuf. Wer diese Ausbildung absolviert, kann damit parallel zur Berufsausbildung auch den mittleren Bildungsabschluss erwerben, der eine Weiterqualifizierung in der Heilerziehungspflege ermöglicht. Die Aufgabe von Heilerziehungsassistenten ist es, zu begleiten, zu bilden, zu pflegen, zu erziehen, zu fördern und zu unterstützen. Diese Aufgaben erfüllen sie in der Freizeitgestaltung, im Berufsleben, in der Bildung und in allen weiteren Lebensbereichen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Dabei werden Inhalte vermittelt und Inklusionsprozesse begleitet, Lebenswelten mitgestaltet und die persönliche Entwicklung unterstützt.

Grundvoraussetzung für die Ausbildung sind:

  • ein Hauptschulabschluss
  • ein Ausbildungsvertrag mit einer Praxis-Einrichtung
  • Deutschkenntnisse
  • eine Bewerbungsmappe (Lebenslauf, Passbild, Zeugnisse)
  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis

Ein Blick in den Einstellungstest Sozialberuf

Die schulischen Voraussetzungen wurden bereits in der Übersicht bei den jeweiligen Berufen vermerkt. Auf diesem Niveau findet dann auch der Einstellungstest Sozialberuf statt. Das heißt, dass im Einstellungstest Sozialberuf insbesondere Deutsch- und Mathematikkenntnisse aber auch das Allgemeinwissen auf Haupt- oder Realschulniveau geprüft werden.

Weitere Themenbereiche, auf die Sie sich beim Einstellungstest Sozialberuf vorbereiten sollten, sind diese:

Besonders wichtig sind hier ausgeprägte soziale Kompetenzen sowie Kreativität, die in den pädagogischen Schwerpunkten gefordert wird.