Einstellungstest Englisch: Wissenswertes und Übungen

Es gibt heute wohl kaum mehr eine Stellenanzeige, in der nicht Englischkenntnisse gefordert sind. Je nachdem, um welche Position es sich handelt, sind Grundkenntnisse oder Profi-Kenntnisse gefragt. In international agierenden Unternehmen sind zudem eine oder gar mehrere Fremdsprachen Grundvoraussetzung für eine Einstellung. Welche fünf Gründe dafür sprechen, Englisch zu können, soll dieser Beitrag zeigen. Zudem wird er einen kleinen Einblick in gängige Englisch Einstellungstests geben.

Fünf Gründe für die englische Sprache

Für einige Berufe sind Englischkenntnisse schlicht unverzichtbar: Wer im kaufmännischen Bereich eines international ausgerichteten Unternehmens arbeitet, in Vertrieb oder Marketing tätig ist oder eine führende Stelle im Management hat, muss mindestens Englischkenntnisse mitbringen und besser noch andere Fremdsprachenkenntnisse nachweisen können. Doch auch in der IT sowie in Elektronik und Technik sind Englischkenntnisse heute unverzichtbar. Und natürlich gehören Fremdsprachenkorrespondenten, Dolmetscher und Übersetzer zu denjenigen, die Profikenntnisse in mehreren Sprachen haben müssen, allerdings das „Glück“ haben, Sprachkenntnisse als ihre Profession zu haben. Ein Vertriebsleiter hingegen muss den Vertrieb beherrschen und Englischsprechen können.

Daneben sprechen diese folgenden fünf Gründe dafür, Englisch zu lernen:

  1. Englisch ist Grundbestandteil jedes Einstellungstest. Je nach der Position, auf die Sie sich bewerben, und auch den Anforderungen, die an Ihre Englischkenntnisse gestellt werden, wird der Test einfache Multiple-Choice-Aufgaben beinhalten oder umfangreiche Tests, die in die Tiefe gehen.
  2. Englischtests können wesentlicher Bestandteil des Auswahlverfahrens sein und über Ihre Anstellung entscheiden. Gerade in Berufen,  bei denen Englisch täglicher Bestandteil Ihrer Arbeit sein wird, wird sich Ihr künftiger Arbeitgeber nicht nur auf Ihre Angaben in den Bewerbungsunterlagen verlassen, sondern Ihre tatsächlichen Englischkenntnisse überprüfen. Wer angibt, „verhandlungssicher“ zu sein und dieses Versprechen auch in der Praxis halten kann, der muss sich auch nicht vor Übersetzungen, Aufsätzen, Lückentexten oder Fragestellungen in schriftlicher oder mündlicher Form fürchten.
  3. Ihr Wunsch-Arbeitgeber kann durch einen Englischtest Ihr Fachwissen überprüfen. Gerade im Informatikbereich haben viele Fachbegriffe englischsprachige Wurzeln. Wenn Sie also einen Beruf in der IT anstreben, müssen Sie mit den Grundregeln der englischen Sprache vertraut sein.
  4. Je besser Ihre Englischkenntnisse sind, desto flexibler und selbstbewusster können Sie auch auf die Ihnen gestellten Aufgaben reagieren. Auch wenn Sie einzelne Fragen oder Begriffe vielleicht nicht verstehen oder der Prüfer bewusst Ausdrücke verwendet, von denen er ausgeht, dass Sie sie nicht kennen, können Sie souverän reagieren, da Sie sich anderweitig ausdrücken oder in korrektem Englisch nachfragen können. Je besser Ihre Englischkenntnisse sind, desto besser ist in der Regel auch Ihr Improvisationstalent.
  5. Während Sie sich mit der englischen Sprache beschäftigen, bilden Sie sich zeitgleich im interkulturellen Bereich weiter, denn wer eine Sprache lernt, setzt sich immer auch ein Stück weit mit dem Land, den Leuten und deren Kultur, Literatur und Musik auseinander. Also helfen gute Englischkenntnisse letztlich auch dabei, Vorteile im Allgemeinbildungstest zu haben. Die Frage nach einer britischen Rundfunkanstalt, wer sich hinter dem Spitznamen „King of Rock’n’Roll“ verbirgt und welchen Titel die US-amerikanische Nationalhymne trägt, können so ebenfalls spielend leicht beantwortet werden. Darüber hinaus stolpern Sie bei der Vorbereitung auf Ihren Englischtest vielleicht auch über die Funktion von Benjamin Franklin für die USA und die namensgebende Leistung von Edwin Hubble. Diese Fragen können nämlich im Allgemeinbildungstest drankommen.

So lassen sich Fremdsprachenkenntnisse klassifizieren

Die Bedeutung von Fremdsprachen im Bewerbungsmarathon ist nach wie vor ungebrochen hoch. Der Trend geht allerdings dahin, nicht eine breite Palette an Sprachkenntnissen aufzutischen, sondern gezielt anzugeben, wie gut die Sprachkenntnisse in der jeweiligen Sprache sind. Was die Unterscheidung der Qualifikation in Grundkenntnisse, Fähigkeiten in Wort und Schrift oder ein verhandlungssicheres Sprachverständnis angeht, gibt es hier eine detaillierte Darstellung, hinter welcher Formulierung welche Fähigkeiten stecken. Offizielle Richtlinien dazu hat das Goethe-Institut.

Ein Blick in den Englisch-Einstellungstest

Besonders beliebt sind im Englischtest Multiple-Choice-Fragen. Dabei kann Grammatik, Vokabular und Sprachverständnis in einem getestet werden. Folgende Beispiele können darin vorkommen:

  1. Jennifer likes … (Antwort: me)
    • its.
    • they.
    • me.
    • my.
  2. The book … on the desk. (Antwort: lies)
    • lies
    • are
    • is
    • lays
  3. The woman … lives in Dublin. (Antwort: who)
    • who
    • had
    • which
    • has
  4. He`s a … driver. He drives … (Antwort: careful – carefully)
    • carefull – carefullly
    • carefully – careful
    • sdg
    • careful – carefully
  5. Welcher Satz ist korrekt? (Antwort: I always turn off my cell phone.)
    • I always my cell phone turn off.
    • I always turn off my cell phone.
    • I always turn up my mobile.
    • I turn always off my cell phone.
  6. Was ist ein shoplifter? (Antwort: ein Ladendieb)
    • ein Ladendieb
    • ein Einkaufswagen
    • eine Rolltreppe
    • ein Fahrstuhl

Klassische Grammatik- und Rechtschreibtests prüfen darüber hinaus, ob Sie fähig sind, Fehler in Worten zu erkennen und Verben in verschiedene Zeitformen zu konjugieren. Folgende Beispiele können darin vorkommen:

Was ist korrekt?

  • references / referenses (Antwort: references)
  • requirement / requirment (Antwort: requirement)
  • confident / confedent (Antwort: confident)
  • application / applicatione (Antwort: application)
  • business executive / busines executiv (Antwort: business executive)

Konjugieren Sie die folgenden Verben in alle angegebenen Zeitformen:

 to cook to run to sleep
simple past he/she/it cookedhe/she/it ranhe/she/it slept
present perfecthe/she/it has cookedhe/she/it has runhe/she/it has slept
future perfecthe/she/it will have cookedhe/she/it will have runhe/she/it will have slept
past perfecthe/she/it had cookedhe/she/it had runhe/she/it had slept
present perfect progressivehe/she/it has been cookinghe/she/it had been runninghe/she/it had been sleeping

Gerne wird die korrekte Verwendung der vielen verschiedenen Zeitformen, die es in der englischen Sprache gibt, auch in den eingangs erläuterten Multiple-Choice-Fragen oder in einem Lückentest geprüft. Dabei steht eher die korrekte Verwendung im Fokus.

Tests, die das Sprachverständnis des Bewerbers auf den Prüfstand stellen, gibt es zudem. Hierbei sind Lückentests, Aufsätze oder Zeitungsberichte üblich, zu denen anschließend Fragen gestellt werden. Auch Hörübungen oder Gespräche sind denkbar und werden insbesondere dann angewendet, wenn klar ist, dass der Bewerber auch in der Berufspraxis in Englisch kommunizieren können muss. Hierbei setzen viele Unternehmen auf die mündliche Prüfungsform, denn gerade bei einer Fremdsprache wie dem Englischen kommt es auch auf die Aussprache an.