Einstellungstest Bundesgrenzschutz und Ihre Möglichkeiten

Seit dem Jahr 2005 gibt es den sogenannten „Bundesgrenzschutz“ nicht mehr. Die einstige Sonderpolizei des Bundes wurde im Jahr 1951 gründet, sicherte zunächst die Grenzen, fungierte dann als Schutzpolizei und übte anschließend sogar Aufgaben der Kriminalpolizei aus. Im Jahr 2005 wurde der einstige „Bundesgrenzschutz“ dann in „Bundespolizei“ umgetauft, weil diese Bezeichnung den eigentlichen Aufgaben viel näher kam. Heute ist die Bundespolizei die Sicherheitskomponente Deutschlands, die sowohl im Grenzschutz tätig ist als auch zur Bewahrung der Bahn- und Luftsicherheit. Auch die Bekämpfung der Kriminalität ist Auftrag der Bundespolizei. Aktuell sind in der Bundespolizei 41.000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 30.000 Polizeivollzugsbeamte. (Quelle: bundespolizei.de)

Bei der Bundespolizei einsteigen? Diese Möglichkeiten gibt es.

Aktiv wirbt die Bundespolizei heute damit, Interessierten eine Vielzahl an Einstiegsmöglichkeiten zu bieten. Dazu gehören diese Optionen:

  • Polizeivollzugsdienst. Der Polizeivollzugsdienst kann (wie die meisten Aufgaben im öffentlichen Dienst) im mittleren Dienst, im gehobenen Dienst und im höheren Dienst ausgeübt werden. Im mittleren Polizeivollzugsdienst arbeiten Streifen- und Kontrollpolizisten. Im gehobenen Polizeivollzugsdienst arbeiten Sachbearbeiter, Lehrer, Führungskräfte. Im höheren Polizeivollzugsdienst arbeiten ausschließlich Führungskräfte in den Behörden und Dienststellen der Bundespolizei.
  • Verwaltungsdienst. Auch im Verwaltungsdienst zeigt sich die Dreiteilung in den mittleren, den gehobenen und den höheren Verwaltungsdienst. Im mittleren Verwaltungsdienst werden Sachbearbeiter-Tätigkeiten in den Bereichen Haushalt, Personal, Versorgung, Liegenschaften, Organisation, Beschaffung, Aus- und Fortbildung absolviert. Im gehobenen Verwaltungsdienst werden ähnliche Fachbereiche von Sachbearbeitern und Führungskräften übernommen. Neue Themenbereiche sind hier das Controlling und die Innenrevision. Im höheren Verwaltungsdienst arbeiten Führungskräfte.
  • Tarifbeschäftigte. Rund 15 Prozent der Mitarbeiter der Bundespolizei sind Tarifbeschäftigte, die in allen Fachbereichen tätig sein können. Dazu zählen Kammerberufe (selbstständiger Kammern), Hilfskräfte der Bundespolizei, Kontrolleure von Fluggästen, das Bundespolizeiorchester, Angestellte der Bürokommunikation und des Verwaltungsfaches, Beschäftigte in der IT und in der Sachbearbeitung, Lehrpersonal und Führungskräfte.
  • Referendare. Angehende Juristen, die einen Praxisplatz für ihr Referendariat suchen, wenden sich häufig an die Bundespolizei, denn dort werden ihnen sowohl praktische Rechtswissenschaften als auch Verwaltungsaufgaben nahe gebracht.
  • Praktikanten. Viele absolvieren ein Praktikum bei der Bundespolizei, nicht zuletzt auch um die vielseitigen Aufgaben in der Bundesbehörde kennenzulernen und entscheiden zu können, welcher Beruf einem auch praktisch liegen könnte.

Einstellungstest BundesgrenzschutzBeim Einstellungstest Bundesgrenzschutz / Bundespolizei müssen Sie Herausforderungen meistern

Das Auswahlverfahren, das all diejenigen absolvieren müssen, die sich für einen Job bei der Bundespolizei interessieren, heißt im Fachjargon „Eignungsauswahlverfahren“ (EAV) und erwartet Interessenten des Polizeivollzugsdienstes sowie diejenigen, die sich für eine Ausbildung in den Kammerberufen bzw. zum/zur Verwaltungsfachangestellten interessieren.

Eignungsauswahlverfahren für den Polizeidienst

Der größte Unterschied besteht nicht nur im Umfang, sondern auch darin, dass beim Auswahlverfahren für den mittleren Dienst alle Aufgaben am Stück bewältigt werden, während beim Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst zunächst die schriftlichen Tests (Intelligenztest, Deutschtest) bestanden werden müssen, dann der Sporttest und das Assessment-Center. Erst wenn der Bewerber diese besteht, darf er zur polizeiärztlichen Untersuchung.

Das erwartet die angehenden Polizisten der Bundespolizei …

… beim Eignungsauswahlverfahren für den mittleren Dienst… beim Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Dienst
In der Regel dauert der Einstellungstest zwei bis drei Tage und umfasst diese Inhalte:

  • Deutschtest (Diktat)
  • Sporttest
  • Vorstellungsgespräch
  • Polizeiärztliche Untersuchung
Dieser Einstellungstest ist umfangreicher und kann bis zu vier Tage dauert. Dabei stehen folgende Prüfungen an:

  • Intelligenztest (schriftlicher Test)
  • Deutschtest
  • Sporttest
  • Assessment-Center (Diskussion, Vortrag, Interview)
  • Polizeiärztliche Untersuchung

Wer sich bei der Bundespolizei bewirbt, wird nicht alleingelassen. Informationen erhalten die Bewerber vom Einstellungsberater. Zudem stellt die Bundespolizei unter komm-zur-bundespolizei.de zahlreiche Informationen zur polizeiärztlichen Untersuchung sowie zum Deutsch- und zum Sporttest online bereit.

Reingeklickt: Ein Einblick in die Tests

Beim Sporttest geht es darum, bereits im Vorfeld auszuloten, ob ein Bewerber den körperlichen Anforderungen des Polizeidienstes gewachsen ist. Das heißt, dass er bei den gestellten Übungen nur einmal mit nur einem Punkt in der Bewertung abschließen darf und er im Durchschnitt aller Übungen nicht unter der Gesamtpunktzahl von 4 liegen darf. Geprüft werden Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Leistungsfähigkeit, Sprungkraft, Motorik, Koordinations-, Orientierungs- und Konzentrationsvermögen.

Der Deutschtest kann sowohl ein Diktat als auch einen Kurzaufsatz umfassen. Ziel des Diktats ist es herauszufinden, ob der Bewerber auch fähig ist, im dienstlichen Schriftverkehr zu bestehen. Besonders viel Wert wird auf die deutsche Sprache nach der neuen, deutschen Rechtschreibung gelegt. Dazu zählt auch die Groß- und Kleinschreibung, die Getrennt- und Zusammenschreibung, die Zeichensetzung (inkl. Kommaregeln) und die Schreibung der S-Laute.

Wer sich auf ein Studium bewirbt, muss einen Kurzaufsatz binnen einer Stunde anfertigen. Dieser gilt als Test, um herauszufinden, ob der Bewerber für die Klausuren gut gewappnet ist. Wichtig sind dabei ein gutes Allgemeinwissen sowie ein gutes Sprachvermögen. Auch Kenntnisse im Aufsatz-Aufbau sind wichtig, um eine ansprechende Argumentationslinie von der Einleitung über den Hauptteil bis hin zum Fazit aufbauen zu können.

Bei der polizeiärztlichen Untersuchung kommt es darauf an, körperlich fit zu sein (kein Unter-/Übergewicht), in der Bewegungsfähigkeit uneingeschränkt zu sein, keine Sehhilfe zu benötigen und ein gutes räumliches Sehvermögen beweisen zu können. Das Herz-Kreislaufsystem muss leistungsfähig sein, das Gebiss kariesfrei, das Hormonsystem intakt.

Eignungsauswahlverfahren für die Ausbildung in den Kammerberufen und als Verwaltungsfachangestellte/-r

Wer sich für die Ausbildung in einem Kammerberuf oder als Verwaltungsfachangestellte/-r interessiert, muss einen ganz anderen Einstellungstest meistern, wie die folgende Übersicht zeigt.

Ausbildung in den KammerberufenAusbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten
Theorie, Praxis und ein Gespräch sind zu meistern, bevor Sie für eine Ausbildung in den Kammerberufen zugelassen werden. Das heißt, wer sich bewirbt, sollte sich auf einen Konzentrationstest im schriftlichen Teil vorbereiten. Auch werden Fragen zur gewünschten Ausbildung gestellt. Im Praxisteil muss eine Arbeitsprobe angefertigt werden. Und das Bewerbungsgespräch dient dazu festzustellen, ob Sie auch persönlich für den Einsatz bei der Bundespolizei geeignet sind.Wer sich als Verwaltungsfachangestellte/-r bewirbt, richtet die Bewerbung im Grunde an das Bundesverwaltungsamt. Dort wird auch der schriftliche Einstellungstest absolviert und das Vorstellungsgespräch geführt. Wichtig ist neben guten Mathematik- und Deutschkenntnissen auch, ein gutes Allgemeinwissen zu haben. Das wird nämlich in einem bunten Fragenkatalog zu Geschichte, Politik, Erdkunde und vielen weiteren Fachbereichen geprüft.

So klappt es mit der Vorbereitung

Diejenigen, die sich erfolgreich durch den Einstellungstest Bundesgrenzschutz / Bundespolizei manövriert haben, haben diese Form der Vorbereitung gewählt:

  • Regelmäßiges Zeitung lesen und Nachrichten hören, um den Allgemeinwissenstest zu bestehen
  • Üben von Diktaten, Aufsätzen und Mathematikaufgaben
  • Regelmäßiges Sporttraining sowie Vorbereitung auf spezielle Testaufgaben
  • Training des freien Redens