Einstellungstest Chemie: Welche Aufgaben kommen auf Sie zu?

Bei jedem Einstellungstest ist immer die Zeit ein entscheidender Faktor. Das heißt: Die Zeit ist knapp und die Aufgaben sind umfangreich. Um sich dieser Situation erfolgreich stellen zu können, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Das heißt für den Einstellungstest Chemie: Chemische Elemente, Formeln und Gruppen sollten Sie wahrlich im Schlaf beherrschen, um dann beim Einstellungstest Chemie nicht mehr lange grübeln zu müssen, sondern Zeit zu schaffen für die Aufgaben, die auf chemisches Verständnis und nicht auswendig Gelerntes abzielen. Welche Aufgaben dies sein können, soll ebenso vorgestellt werden, wie die unterschiedlichen Berufe, zu deren Zugangsvoraussetzung ein Einstellungstest Chemie gehört.

Einstellungstest Chemie: Beweisen Sie, dass Sie ein Chemie-Ass sind!

Das chemische Periodensystem ist eine Art Bibel für den Chemiker. Wer sich bei den Gruppen und Elementen, die darin verzeichnet sind, auskennt, legt schon einmal die wichtigste Basis für einen Beruf im Chemiebereich – und für einen erfolgreichen Einstellungstest Chemie. Diese und andere Fragen können dabei auf Sie zukommen:

  • Wieviel Hauptgruppen des Periodensystems gibt es und wie heißen diese? (Antwort: Es gibt acht Hauptgruppen des Periodensystems: Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, Borgruppe, Kohlenstoff-Silicium-Gruppe, Stickstoff-Phosphor-Gruppe, Chalkogene, Halogene, Edelgase)
  • Wie viele Nebengruppen des Periodensystems gibt es und wie heißen diese? (Antwort: Es gibt zehn Nebengruppen im Periodensystem: Scandiumgruppe, Titangruppe, Vanadiumgruppe, Chromgruppe, Mangangruppe, Eisengruppe, Kobaltgruppe, Nickelgruppe, Kupfergruppe, Zinkgruppe)
  • Die Oktett-Regel ist wichtig, um vom Atombau zur chemischen Formel zu gelangen. Was besagt sie? (Antwort: Die Oktett-Regel sagt aus, dass Atome immer das Ziel haben eine mit acht Elektronen besetzten Außenschale zu erreichen. Dies ist wichtig, um mithilfe der Anzahl an Außenelektronen die Verhältnisformel aufstellen zu können.)
  • Wer oder was ist maßgeblich daran beteiligt, wenn zwei Atome eine Verbindung eingehen? (Antwort: die Außenelektronen der jeweiligen Atome)
  • Welche Bedeutung hat „S“ in der Chemie? (Antwort: Das „S“ kann zwei Bedeutungen haben. Es kann als Abkürzung für Schwefel genutzt werden oder als Kurzzeichen für 1 Atom Schwefel.)
  • Was bedeutet die kleine Zahl hinter einem Elementsymbol? (Antwort: Sie zeigt die Anzahl der Atome an, die in einem Molekül miteinander verbunden sind.)
  • Was versteht man unter Stöchiometrie? (Antwort: Stöchiometrie ist die Mathematik der Chemie, denn damit werden Informationen aus Reaktionsgleichungen und chemischen Formeln berechnet.)
  • Welche Arten von chemischen Formeln gibt es? (Antwort: Es gibt Verhältnisformeln, Summenformeln und Strukturformeln.)

Einstellungstest ChemieTypische Aufgaben aus der Chemie

  • Geben Sie die Verhältnisformel von Kalium und Fluor an. (Antwort: KF)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Natrium und Iod an. (Antwort: NaI)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Brom und Bor an. (Antwort: BBr3)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Brom und Magnesium an. (Antwort: MgBr2)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Stickstoff und Calcium an. (Antwort: Ca3N2)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Natrium und Sauerstoff an. (Antwort: Na2O)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Aluminium und Schwefel an. (Antwort: Al2S3)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Stickstoff und Magnesium an. (Antwort: Mg3N2)
  • Geben Sie die Verhältnisformel von Sauerstoff und Aluminium an. (Antwort: Al2O3)

Wer braucht die Chemie beruflich?

Wessen Antwort nun lautet „der Chemiker“, der verkennt die Lage und auch die große Bandbreite, die die Chemie bietet. Allein schon die Liste der Ausbildungsberufe, die Chemiewissen fordern, ist lang, wie diese Tabelle zeigt:

Chemielaborant/-in Chemielaboranten absolvieren eine dreieinhalbjährige Ausbildung, um anschließend Untersuchungen und Versuchsreihen vorbereiten, aufbauen und durchführen zu können. Dabei steht die Analyse von Stoffen und Stoffgemischen im Fokus. Daneben dokumentieren und protokollieren sie ihre Aufgaben und Ergebnisse, um diese im Anschluss interpretieren und vorstellen zu können.
Chemielaborjungwerker/-in Chemielaborjungwerker absolvieren eine verkürzte Ausbildung in der Chemie. Die Lehre dauert nur zwei Jahre. Ziel ist es, ihnen einfach Labor- und Prüfaufgaben zu übergeben. Das heißt, Chemielaborjungwerker sind damit beschäftigt, Proben zu entnehmen, Apparate zu führen und Geräte und Vorrichtungen so vorzubereiten, dass Messungen und Versuche durchgeführt werden können. Auch die Protokollierung und Auswertung gehört in ihren Aufgabenbereich.
Chemikant/-in Chemikanten absolvieren eine dreieinhalbjährige Ausbildung, bei der sie lernen, Anlagen und Maschinen zu steuern und zu überwachen, die zum Herstellen, Abfüllen und Verpacken chemischer Produkte zuständig sind. In Action sieht man Chemikanten in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Lacken und Farben sowie in der Pharmazie und in der Kunststoffindustrie.
Chemisch-technische/-r Assistent/-in Die Analyse von Proben und die Herstellung chemischer Substanzen stehen im Fokus der Aufgaben von chemisch-technischen Assistenten. Diese Ausbildung erfolgt nicht im dualen System, sondern an einer Berufsfachschule. Anschließend sind chemisch-technische Assistenten in der Chemie, Pharmazie und Kunststoffindustrie tätig. Auch in der Nahrungsmittelindustrie sowie in der Medizin und der Forschung gehören sie zum gesuchten Fachpersonal.
Edelmetallprüfer/-in Edelmetallprüfer lernen ihr Handwerk drei Jahre, bevor sie Platin, Silber und Gold eindeutig bestimmen können. Im Fokus haben sie nicht nur die reinen Edelmetalle, sondern auch Aschen, Lösungen und Legierungen. In Materialprüfinstituten und in der Edelmetallerzeugung gehen sie mithilfe physikalischer und chemischer Verfahren den zu prüfenden Edelmetallen auf den Grund.
Lacklaborant/-in Nach dreieinhalb Jahren Ausbildung können Lacklaboranten Beschichtungsstoffe entwickeln und herstellen. Auch die Überprüfung von Farben und Lacken im Hinblick auf deren Qualität gehört zu ihrem Aufgabenbereich, ebenso wie die Dokumentation und Auswertung von Messdaten.
Pharmakant/-in Die Ausbildung der Pharmakanten erinnert ein wenig an die der Chemikanten, der Unterschied liegt nur in der produzierten Ware: Pharmakanten arbeiten an Maschinen, die Arzneimittel herstellen. Chemikanten arbeiten an Anlagen, die chemische Produkte fertigen und abfüllen. Beide Ausbildungen dauern dreieinhalb Jahre.
Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in Pharmazeutisch-technische Assistenten sind in Apotheken tätig. Dort helfen sie Apothekern dabei, Arzneimittel, Wirkstoffe und Hilfsstoffe herzustellen, zu prüfen und zu verkaufen. Nach einer zweieinhalb jährigen schulischen Ausbildung übernehmen sie einfache Untersuchungen und die Verwaltung in einer Apotheke.
Produktionsmechaniker/-in Textil Produktionsmechaniker mit Fachbereich Textil reihen sich rein inhaltlich betrachtet neben die Chemikanten und Pharmakanten, denn auch sie lernen, Anlagen so einzustellen, zu bedienen und die Produktion zu überprüfen, dass am Ende ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zum Vorschein kommt. Das Endprodukt ist in diesem Fall ein Textilprodukt. Diese Ausbildung dauert drei Jahre.
Textillaborant/-in Textillaboranten arbeiten eng mit Produktionsmechanikern Textil zusammen. Denn während Textillaboranten physikalische und chemische Eigenschaften von Textilien auf den Prüfstand stellen, können Produktionsmechaniker mithilfe deren Ergebnisse die entsprechenden Maschinen einstellen, bedienen und prüfen. Die Ausbildung zum/zur Textillaborant/-in dauert dreieinhalb Jahre.
Verfahrensmechaniker/-in Kunststoff/Kautschuk Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker der Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert drei Jahre. Der spätere Einsatzbereich wird über die jeweilige Fachrichtung bestimmt. Diese kann sein: Bauteile, Compound- und Masterbatchherstellung, Faserverbundtechnologie, Formteile, Halbzeuge, Kunststofffenster oder Mehrschichtkautschukteile.