Einstellungstest Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau

Bei der Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau handelt es sich um eine Ausbildung, die eine kleine Besonderheit ist: Während sich viele Ausbildungsberufe umbenannt und in mehrere Schwerpunkte aufgesplittet haben, ist die Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau zumindest was das Wording betrifft immer das Gleiche geblieben. Inhaltlich betrachtet hat sich die Ausbildung natürlich an aktuelle Trends und Herausforderungen angepasst und auch die Anforderungen an die Azubis von morgen haben angezogen. Besonders deutlich wird das mit Blick auf die Statistik derer, die die Ausbildung begonnen haben: Im Jahr 2013 waren 71 Prozent derjenigen, die in die Ausbildung gestartet sind, Abiturienten. 28 Prozent meisterten den Einstellungstest Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau auch mit einem mittleren Bildungsabschluss. (Quelle: Arbeitsagentur)

Die klassische Banklehre

Die Ausbildung bei der Bank dauert drei Jahre. Während dieser Zeit werden dem Auszubildenden diese Inhalte vermittelt:

  • Umgang mit Kunden: Beratung, Verkauf, Bearbeitung von Anfragen, Bearbeitung von Aufträgen, Information zu relevanten Themen (Zinsen, Steuern, Wertpapiere, Anlagen, Reisezahlungsmittel)
  • Aufbereitung und Auswertung statistischer Daten
  • Arbeit mit Unternehmen: interne Revisionen, externe Prüfungen
  • Prüfung der Voraussetzungen einer Kreditaufnahme, Entscheidungen vorbereiten
  • Kontrollen im Rechnungswesen

Dass für diese Ausbildung insbesondere gute Noten in Deutsch, Mathematik und Wirtschaft vorausgesetzt werden, versteht sich von selbst. Besonders vielseitig sind auch die Weiterbildungsoptionen zum Fachwirt oder zum Betriebswirt mit den Schwerpunkten Beratung, Investment, Finanzen und Leasing.

Einstellungstest BankkaufmannFragen über Fragen im theoretischen Teil des Einstellungstests

Die Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau liegt vergleichsweise hoch auf der Beliebtheitsskala, umso kniffliger können auch die Fragen im theoretischen Einstellungstest sein. Eine kleine Auswahl möglicher Fragen hält dieser Beitrag bereit. Die 30 häufigsten gibt es hier im Download-Bereich.

Fachbereich Wirtschaft:

  • Was ist eine Konventionalstrafe? (Antwort: Eine Konventionalstraße ist eine Vertragsstrafe, die dann fällig wird, wenn ein Schuldner die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Die Konventionalstraße als Geldsumme ist die Summe, die als Strafgeld verhängt wird.)
  • Welche Organe gehören zu einer Aktiengesellschaft? (Antwort: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung sind Organe der Aktiengesellschaft (AG)).
  • Was bedeutet „ppa“ und was bedeutet das inhaltlich? (Antwort: Mit „ppa“ wird „Prokura“ abgekürzt. Darunter versteht man eine Vertretungsvollmacht, die der Kaufmann an einen Mitarbeiter gibt, damit dieser die Stellvertretung leichter bzw. effektiver ausführen kann.)
  • Wie definiert sich die „Tarifautonomie“? (Antwort: Tarifautonomie bedeutet im Arbeitsrecht, dass Koalitionen die Möglichkeit haben, Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen unabhängig vom staatlichen Einfluss zu gestalten. Im Verkehrsrecht angewendet bedeutet Tarifautonomie die Möglichkeit, selbstverantwortlich Tarife zu gestalten.)
  • Wie heißt die Wirtschaftsordnung der BRD und welche Kernmerkmale weist sie auf? (Antwort: In Deutschland herrscht die „soziale Marktwirtschaft“. Diese erinnert in Ansätzen an die freie Marktwirtschaft, weist aber auch Einflüsse des Neoliberalismus und des Ordoliberalismus auf. Der Staat muss im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft Regeln vorgeben, die wirtschaftliches Handeln ermöglichen.)
  • Wer verabschiedet in der deutschen Politik den Bundeshaushalt? (Antwort: Die Bundestagsabgeordneten entscheiden über den Haushaltsentwurf.)
  • Wer bestimmt im Euro-Währungsgebiet den Leitzinssatz? (Antwort: Die Europäische Zentralbank, ein Organ der EU, sitzt in Frankfurt am Main und fungiert als Währungsbehörde aller EU-Staaten. Festgelegt wurden die Aufgaben im Jahr 1992 im sogenannten Vertrag von Maastricht. Diese Behörde bestimmt den Leitzinssatz.)

Fachbereich Mathematik

Ein Bankkaufmann umgibt sich täglich mit Zahlen, Zinsen, Belastungen und Gutschriften. Grund genug, das Grundverständnis für Zinsrechnungen bereits im Einstellungstest auf die Probe zu stellen.

  • Melanie und Holger nehmen ein Darlehen in Höhe von 15.700 EUR auf. Der Jahreszinssatz zum Tag des Vertragsabschlusses beträgt 5,5 Prozent. Wie hoch sind die Jahreszinsen (berechnet für ein ganzes Kalenderjahr)? (Antwort: Die Jahreszinsen würden bei 863,50 EUR liegen)
  • Christines Oma möchte ihr Erspartes in Höhe von 35.000 EUR anlegen. Die Bank unterbreitet ihr ein Angebot mit einem Zinssatz von 4,25 Prozent. Dieses Guthaben möchte Christines Oma allerdings nach nur sieben Monaten wieder zur Verfügung stehen haben. Wie hoch sind die Zinsen, die Christines Oma die Anlage von sieben Monaten bekommt? (Antwort: Christines Oma erhält nach Ablauf der sieben Monate Zinsen in Höhe von 867,71 EUR.)
  • Jenny überzieht ihr Girokonto mit 4.500 EUR. In den Bankunterlagen findet sie dazu folgende Information: „Der Überziehungskredit wird mit einem Zinssatz von 12,5 Prozent pro Jahr verzinst.“ Wie hoch sind die Zinsen, die Jenny nach 4 Monaten und 12 Tagen zahlen muss? (Antwort: Jenny müsste  206,25 EUR an Zinsen zahlen.)

Ein zweiter Aufgabenbereich, mit dem ein Bankkaufmann regelmäßig konfrontiert wird, sind Prozentrechnungen, die sicherlich auch Teil des Einstellungstests werden. 

  • Das neue Auto von Melanie und Horst kostet 24.000 Euro. Der Händler gibt dem Paar einen Rabatt von 2,5 Prozent. Wie viel müssen sie für ihr Traumauto bezahlen? (Antwort: 23.400 Euro)
  • In Jaimes Klasse sitzen ingesamt 30 Kinder. 18 Kinder sind Mädchen. Wie viel Prozent der Kinder sind Jungen? (Antwort: 40 %)
  • Wahrscheinlichkeitsrechnungen: Bei einem Experiment soll ein Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent eintreten. Das Experiment wird insgesamt 1000-mal durchgeführt. Wie oft tritt das Ereignis schätzungsweise ein? (Antwort: 600 mal)

Fachbereich Deutsch:

In diesem Text sind einige Deutschfehler versteckt. Markiere die Stellen und korrigiere Sie entsprechend:

Wer eine Leere zum Bankkaufmann machen möchte, muss sehr gute Noten in Matematik und Wirdschaft mitbringen. Wer glaubt, diese Ausbildung ist einsaitig und führt nur zur einer Beschäftigung in der Bank oder bei der Sparkase, der irrt, denn auch bei Versiecherungen und bei Imobilienvermittlungen sind Bankkaufleute gern gesehen. Grundsätzlich arbeiten Bankaufleute zwar im Finanzsektor, doch ihre Ausbildung verbingen sie hauptsächlich im Dienstleistungsbereich, denn sie unterstützen Bankunden bei Ihren Geldangelegenheiten. Sie beraten zu Krediten, Versicherungen, kapitalbildenden Maßnahmen und helfen bei der Erledigung von Bankgescheften.

Lösung:

Wer eine Lehre zum Bankkaufmann machen möchte, muss sehr gute Noten in Mathematik und Wirtschaft mitbringen. Wer glaubt, diese Ausbildung ist einseitig und führt nur zur einer Beschäftigung in der Bank oder bei der Sparkasse, der irrt, denn auch bei Versicherungen und bei Immobilienvermittlungen sind Bankkaufleute gern gesehen. Grundsätzlich arbeiten Bankkaufleute zwar im Finanzsektor, doch ihre Ausbildung verbringen sie hauptsächlich im Dienstleistungsbereich, denn sie unterstützen Bankkunden bei ihren Geldangelegenheiten. Sie beraten zu Krediten, Versicherungen, kapitalbildenden Maßnahmen und helfen bei der Erledigung von Bankgeschäften.

Der Praxistest ist eigentlich Usus

… für diejenigen, die durch Ihre Bewerbung überzeugt haben und im Bewerbungsmarathon einen Schritt weiter gekommen sind. Während des Praxistests werden sowohl das Auftreten (Verhalten und Outfit), als auch die verbalen Fähigkeiten und der Umgang mit Menschen genau unter die Lupe genommen.