Einstellungstest Bundesverwaltungsamt: Ein vielseitiger Job

Das Bundesverwaltungsamt, das BVA, ist ein Dienstleister des Bundes, der unzählig viele verschiedene Aufgaben bewerkstelligt. Vielseitige Fachgebiete erfordern vielseitiges Fachpersonal. Und das heißt: Wer beim Bundesverwaltungsamt arbeiten möchte, muss eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten in der Bundesverwaltung absolvieren oder sich über eine Ausbildung zum/zur Beamten/-in für den mittleren, gehobenen oder höheren Dienst qualifizieren.

Das Bundesverwaltungsamt ist ein facettenreicher Arbeitgeber

Wer einen genaueren Blick auf das Themenportfolio des Bundesverwaltungsamtes wirft, dem wird schnell klar: Die thematische Bandbreite ist groß. Damit Sie sich einen Überblick über Ihren möglichen, künftigen Arbeitgeber machen können(und gut gerüstet sind für den Einstellungstest Bundesverwaltungsamt), können Sie die Themenbereiche in der folgenden Übersicht betrachten:

Themen des Bundesverwaltungsamtes Details
Auslandsschulwesen Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, kurz: ZfA, betreut Schulen und Bildungssysteme im Ausland, die deutsch geführt sind oder ein Deutsches Diplom anbieten. Die ZfA wurde im BVA gegründet und unterliegt dem Auswärtigen Amt.
Beratung und Modernisierung Organisationsberatungen stehen in diesem Teilbereich im Fokus. Zu den hier unterstützten Bereichen gehören neben dem Präsidial- und dem Kanzleramt auch Museen, Gerichte und Stiftungen.
Bildung Bildungskredite und das BAföG werden seitens des BVA verwaltet. Darüber hinaus übernimmt das BVA die Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung an über 350 Dienststellen sowie in den Ausbildungszentren.
Bürger und Verbände Das BVA gibt sich im Großen und im Kleinen bürgernah. Es kümmert sich um Jubiläen von Bürgern und Vereinen einerseits und hilft auch bei besonderen Problemsituationen wie einer Naturkatastrophe. Auch stellt das BVA Berechtigungszertifikate für diejenigen aus, die die eID auf den neuen Personalausweisen einsehen dürfen.
Europa und Internationales Das BVA ist regelmäßig bei EU-Projekten eingebunden und wickelt auch die Programme ab, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Damit kümmert sich das BVA sowohl national als auch international um das Thema Sozialpolitik.
Förderungen und Zuwendungen Entscheidet ein Ministerium über die Vergabe von Zuwendungen, dann zeichnet das BVA für die praktische Umsetzung verantwortlich. Das heißt: Es berät, betreut und prüft. Die älteste Förderung ist beispielsweise die Sportförderung, eine jüngere Variante ist die Bildungsprämie.
Informationstechnik Die Bundesstelle für Informationstechnik ist Teil des BVA und sorgt für eine weitere Modernisierung von Abläufen und Prozessen mithilfe der IT.
Ordnungsaufgaben Wichtige Ordnungsaufgaben wie die Genehmigung der Nutzung des Bundeswappens, die Beglaubigung von Dokumenten und die Verhandlung zur Nutzung von Bild- und Sprachwerken gehören zu den Aufgaben des BVA.
Personaldienstleistungen Zentral managet das BVA Aufgaben im Personalwesen für Bundesministerien und andere. So entlasten sie auch diverse Kundenbehörden, wenn es darum geht Beihilfen und Bezüge zu berechnen, Dienstreisen zu kalkulieren sowie Trennungsgelder und Umzugskosten zu errechnen.
Sicherheit Das BVA betreibt diverse Zentralregister, die für Transparenz und Sicherheit sorgen sollen. Dazu zählt das Ausländerzentralregister (AZR), das Schengener Informationssystem (SIS) und das Nationale Waffenregister (NWR).
Staatsangehörigkeit Viele Aufgaben, die mit der Staatsangehörigkeit eines Menschen in Zusammenhang stehen, sind auch Aufgabe des BVA. Das heißt, dass das Amt sowohl prüft, welche Berechtigungen vorliegen als auch Entscheidungen einholt von denjenigen, die zwei Staatsangehörigkeiten haben.
Verwaltungsdienstleistungen Für andere Behörden agiert das BVA als Dienstleister in administrativen Angelegenheiten bei der Buchhaltung, der Online-Redaktion und beim Postversand.

Der kleine Unterschied: ein Job beim BVA oder ein Job für das BVA?

Einstellungstest BundesverwaltungsamtMit Blick auf die Vielzahl an Optionen wird klar: Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einem Job beim BVA und einem Job in einem der Teilbereiche des BVA. Denn: Wer sich beim Bundesverwaltungsamt um einen Job bemüht, sollte im ersten Schritt die Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten absolvieren. Dabei handelt es sich um eine dreijährige, duale Ausbildung im öffentlichen Dienst, die diese Ausbildungsinhalte umfasst:

  • Beratung von Bürgern und Organisationen
  • Bewerkstelligung von Verwaltungsaufgaben
  • Bearbeitung von Personalangelegenheiten und Entgelten
  • Bearbeitung von Zahlungsvorgängen
  • Aufstellung von Wirtschafts- und Haushaltsplänen
  • Planung und Organisation im eigenen Aufgabenbereich
  • Bearbeitung von Vorgängen mit IT- und Kommunikationssystemen
  • Anwendung von Rechtsvorschriften der Bundesverwaltung
  • Ermittlung von Leistungsumfang und Kosten
  • Erarbeitung von Verwaltungsentscheidungen
  • Information von Beteiligten

Wer diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich um eine Weiterbildung zum/zur Verwaltungsfachwirt/-in bemühen oder alternativ ein Studium der Staats- und Verwaltungswissenschaft anstreben.

Bericht aus dem Einstellungstest Bundesverwaltungsamt

Markus hat sich um eine Stelle beim Bundesverwaltungsamt bemüht und eine Einladung zum Einstellungstest erhalten. Mit welchen Fragen und Aufgaben er dabei konfrontiert wurde, erzählt er selbst:

„Der Einstellungstest Bundesverwaltungsamt läuft ganz strukturiert ab. Zuerst musste ich einen Rechtschreibtest absolvieren. Dabei musste ich einen Lückentext ausfüllen, bei dem besonders untypische Worte und auch spezielle Verbformen eingesetzt werden mussten. Auch ein Richtig-oder-Falsch-Test war Teil des Einstellungstestes. Anschließend folgte die große Überraschung: Ein Test meines Allgemeinwissens, der kaum politische Inhalte beinhaltete, sondern vielmehr wirtschaftlich geprägt war und auch einige Kulturfragen umfasste. Die einzigen Fragen zur Politik waren sehr oberflächlich und leicht zu beantworten.

Der folgende Mathematiktest – ich habe mich auf eine mittlere Beamtenlaufbahn beworben – war vergleichbar mit Aufgaben aus der 8. und 9. Jahrgangsstufe. Dabei wurde ich auch inhaltlich nicht überrascht, denn ich war gewappnet für Prozentrechnungen, Bruchrechnungen und Dreisatz-Aufgaben und genau das kam auch dran. Zudem durften wir einen Taschenrechner benutzen, also war dieser Teil des Tests vergleichsweise einfach zu erfüllen.

Kniffliger wurde es für mich bei der nächsten Aufgabe: Wir sollten einen Aufsatz schreiben. Das Thema durften wir dabei aus einer Liste mit drei Themen auswählen. Zu jedem Thema gab es einen Zeitungsartikel und die Aufforderung, mindestens eine DINA4-Seite zu füllen. Die Zusammenfassung des Artikels war noch recht einfach, doch in der anschließenden Diskussion sollten wir erörtern, das heißt, wir sollten Pro- und Contra-Argumente finden und das war in der Kürze der Zeit durchaus eine Herausforderung.

Nach einigen Wochen bekam ich die Information, einen Schritt weiter zu sein: Ich durfte zum Vorstellungsgespräch. Die Prüfungskommission bestand aus drei Personen: einem Personalreferenten, einem Ausbildungsleiter sowie einem Gleichstellungsbeauftragten. Im Gespräch war wiederum überraschend für mich, dass es eigentlich eher einer weiteren Prüfung ähnelte. Ich wurde förmlich bombardiert mit Fragen zum Bundesverwaltungsamt, zum Ausbildungsverlauf und zu Ministerien. Meine Motivation und meine Zukunftspläne wurden kurz abgefragt.“

Markus bekam – für ihn wider Erwarten – die Zusage nach wenigen Tagen. Den künftigen Anwärtern auf eine Stelle beim Bundesverwaltungsamt möchte er nur raten, sich gut vorzubereiten, denn die Liste der Konkurrenten war immens lang.