Einstellungstest lernen mit diesen Methoden

Gesetzt den Fall, Sie sind nicht gerade erst mit der Schule fertig, kann es durchaus sein, dass die Zeit des Büffelns für Sie ein Weilchen zurückliegt. Ganz schön schwer, vor diesem Hintergrund wieder den „Dreh“ zu bekommen und genau zu wissen, wie man sich welchen Inhalt am besten in den Kopf hämmert. Deswegen soll dieser Beitrag ein kleiner Lern-Crashkurs werden, in dem Sie lernen, wie Sie am besten lernen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die schriftlichen Tests, sondern auch die mündlichen Testvarianten, die wiederum eine ganz andere Herausforderung darstellen.

Worauf möchten Sie sich eigentlich vorbereiten?

Sicherlich möchten Sie mit möglichst wenig Aufwand ein möglichst gutes Testergebnis beim Einstellungstest erreichen. Dabei sollten Sie sich zunächst einmal darüber informieren, was denn im jeweiligen Test geprüft wird. Neben berufsspezifischen Beiträgen finden Sie unter den folgenden Links Beiträge, die Ihnen verraten, welche Aufgaben unter dem jeweiligen Hauptbegriff auf Sie zukommen werden.

Auf den Einstellungstest lernen – Lernstrategien im Überblick

Nachdem wir Sie persönlich nicht kennen, maßen wir uns auch nicht an, Ihnen die beste Lernstrategie auf dem Tablett zu servieren, denn damit können wir im Grunde nur daneben liegen. Durchaus sinnvoll ist es hingegen, Ihnen eine Erläuterung der fünf zielführendsten Lernstrategien mit an die Hand zu geben, und Sie können auswählen, welche Variante zu Ihnen als Lerntyp passt. Eine kleine Überraschung vorweg: Ein Psychologe fand heraus, dass das wiederholte Lesen von hervorgehobenen Passagen besonders uneffektiv ist – und das, obwohl es doch die am weitesten verbreitete Methode ist.Einstellungstest lernen

Effektiver sind indes diese Lernmethoden:

  1. Häppchen sind nicht nur ein leckerer Snack, sondern in diesem Fall auch eine Mengenangabe für Ihre Lern-Rationen. Diese sollten Sie nämlich in kleine Häppchen portionieren, um Ihren Lernerfolg zu maximieren. Haben Sie ein Häppchen erfolgreich abgeschlossen, sollte eine Phase der Entspannung folgen. Tipp: Entspannung heißt nicht etwa den Fernseher anzumachen, sondern den Kopf zu lüften, kurz an die frische Luft zu gehen oder anderweitig das Gehirn zu lüften, bevor das nächste Lern-Häppchen ansteht.
  2. Letztlich ist es eine Frage der Zeit. Haben Sie die Möglichkeit den Lernstoff kreuz und quer zu durchdenken, nach dem warum zu fragen und ganz unterschiedliche Facetten und Sichtweisen der Thematik zu durchdenken – dann haben sie letztlich auch einen größeren Lerneffekt. Nur wer ein Thema umfassend beleuchtet und begreift, hat letztlich die Chance auch allumfassende Fragen zu beantworten. Sind die Lösungen (un-diskutiert und un-eruiert) einfach vorgegeben, geht das zwar meist schneller, ist aber auch weniger effektiv.
  3. Quatschen ist nun endlich erlaubt – aber nur, wenn es um das Prüfungsthema geht. Forscher fanden heraus, dass es eine äußerst effiziente Methode ist, Lerninhalte zu festigen, in dem Sie darüber reden oder sich entsprechend abfragen lassen. Selbst wenn Sie noch vergleichsweise wenig für das jeweilige Fachgebiet gebüffelt haben, macht ein thematisch passendes Frage-Antwort-Spiel Sinn, denn es zeigt Defizite auf und präpariert das Gehirn quasi. Dieses hat dann mehr Platz, die neu gelernten Inhalte passend einzubetten und gegebenenfalls zu verknüpfen.
  4. Stopp! Fokussieren Sie sich nie auf nur einen Weg des Lernens. Die beste Lernvariante variiert nämlich nach Tagesform und auch nach dem zu lernenden Inhalt. Daher ist es sinnvoll einen ausgeklügelten Methodenmix anzuwenden, um die Lernphase auch kurzweilig zu halten. Selbst wenn Sie eine Lieblings-Lernmethode haben, gilt: Erst die Vielfalt gewährleistet eine nachhaltigen Lerneffekt.
  5. Wichtig ist es, Bezüge von bereits Gelerntem und neuem Lernstoff zu setzen. Das ermöglicht es nicht nur, ein Thema ganzheitlich zu erschließen, sondern weist auch entsprechende Wissenslücken deutlich aus. Deprimiert das nicht? Nein, das Wissen um Wissenslücken ist sogar enorm wichtig, um die Lücken zu schließen.

Praxistipp 1: Wiederholung festigt

In manchen Themenbereichen geht es weniger darum, „zu verstehen“, als vielmehr darum „Wissen zu haben“. Geschichtliche Daten und Vokabeln in einer Fremdsprache sind hier das beste Beispiel. Immer dann, wenn es um das reinen Pauken geht, gilt: Wiederholung festigt. In der Praxis bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Anlegen von Karteikarten, das Lesen und wiederholt freie Wiedergeben sowie das Bauen von Eselsbrücken.

Praxistipp 2: Organisieren und verstehen

Der Praxistipp Nummer 2 ist im Grunde das Äquivalent zum Lernen, wenn es nicht um Faktenwissen, sondern um Zusammenhänge geht. Um den Stoff zu begreifen, empfiehlt es sich Zusammenfassungen zu erstellen, Fachbegriffe entsprechend zu erläutern und daraus übersichtliche Lerntafeln (in Form von Mindmaps, Tabellen, Diagrammen etc.) zu erstellen. Das ermöglicht es auch, die Lernstrategie des „Häppchen-Lernens“ in die Tat umzusetzen, denn wenn deutlich (und idealerweise grafisch) gezeigt wird, aus welchen Teilen ein Thema besteht, können daraus leicht Lern-Häppchen gestaltet werden.

Praxistipp 3: Fragezeichen erläutern

Wer Praxistipp Nummer 2 befolgt hat, wird sicherlich auch das eine oder andere Fragezeichen notiert haben. Das ist auch gut und wichtig so, denn indem Sie diese Fragenzeichen nur für sich erläutern und Antworten auf Ihre Fragen finden, lernen Sie wichtige thematische Verknüpfungen zu erstellen und Ihr Wissen sowohl zu vertiefen als auch zu festigen. Möglichkeiten dazu gibt es unendlich viele. Interessierte können in Büchern und im Internet recherchieren, ihr Wissen bei fachspezifischen Beiträgen vertiefen oder in Gesprächen praktische Beispiele für abstrakte Theorien kreieren.

Die Mischung macht’s

Ähnlich wie bei den Lernstrategien gilt auch bei den Praxistipps: Die Mischung macht’s. Beim Lernen gibt es keine Patentlösungen, nur Möglichkeiten, die variabel zueinander kombiniert werden können. Beim auf den Einstellungstest lernen empfiehlt es sich diese Schritte zu gehen:

  1. Informieren Sie sich, was beim Einstellungstest geprüft wird. Welche Themenfelder werden in welchem Prüfungsmodus abgefragt?
  2. Bereiten Sie sich mit unseren Testaufgaben explizit auf diese Themenbereiche vor.
  3. Notieren Sie mit Hilfe der Lösungen Ihre Schwächen.
  4. Ziehen Sie weiterführendes Übungsmaterial heran und trainieren Sie gezielt Ihre Schwächen.
  5. Wiederholen Sie in regelmäßigen Abständen die Einstellungstest-Aufgaben, um Fortschritte zu verzeichnen.
  6. Variieren Sie die Testaufgaben und absolvieren Sie sowohl die häufigsten Fragen im Einstellungstest als auch die spezifischen Vorbereitungen auf ein Themengebiet oder Ihren Wunschberuf.
  7. Tauschen Sie sich aus bzw. lassen Sie sich von Freunden, Bekannten oder der Familie abfragen.
  8. Recherchieren Sie etwaige Wissenslücken nach und setzen Sie sie mit den bereits gelernten Inhalten in Beziehung.