Einstellungstest Erinnerungsvermögen: Gehirnjogging

Spielen Sie gern Memory oder haben Sie vielleicht ein Kind, das gerne Memory spielt? Super, dann können Sie das prima als Trainingseinheit nutzen, denn beim Einstellungstest Erinnerungsvermögen wird genau die Fähigkeit geprüft, die auch dort zum Gewinnen nötig ist: die Fähigkeit, sich Dinge zu merken. Was für das Spiel wichtig ist, ist nahezu für jeden Beruf wichtig: Im kaufmännischen Bereich sind es Verzeichnisse, Lieferlisten und Kundendateien, die im Gedächtnis bleiben müssen, und im handwerklich-technischen Bereich stehen Prozessschritte, Arbeitsabläufe und Anweisungen an, die theoretisch gebüffelt oder aus der Praxis adaptiert werden müssen. Alle Einstellungstests zum Erinnerungsvermögen laufen ähnlich ab: Der Bewerber hat eine bestimmte Zeitvorgabe, in der er sich vorgegebene Dinge einprägen muss. Anschließend wird getestet, was er behalten konnte.

Eines von vielen Nicht-Schulfächern

Ein Einstellungstest gliedert sich immer in mehrere Testvarianten, die hier kurz vorgestellt werden sollen, bevor sich der Fokus auf den Einstellungstest Erinnerungsvermögen richtet.

  1. Wissenstest. Unter Wissenstests fallen alle Fragen zur Allgemeinbildung, zur deutschen und der im Beruf benötigten Fremdsprache, zur Mathematik sowie eine Prüfung des beruflichen Wissens.
  2. Intelligenztest. Zwar wehren sich manche gegen die Bezeichnung als Intelligenztest und benennen diese Testarten als Stärkentest, jedoch stehen hierbei unabhängig von der Bezeichnung das logische Denken, das räumliche Vorstellungsvermögen, die sprachliche Intelligenz und die kreative Intelligenz auf der Prüfliste.
  3. Konzentrationstest. Zu den Konzentrationstests gehören die Fragen, die herausfiltern, ob ein Bewerber aufmerksam ist und ob er sich Dinge merken kann (wie beim Einstellungstest Erinnerungsvermögen).
  4. Persönlichkeitstest. Diese Tests sind mitunter die schwierigsten, denn es geht darum, sich selbst einzuschätzen und zu kommunizieren. Oft finden diese Persönlichkeitstests im Rahmen von Gruppentagen und Assessment-Centern statt.

Beispiele aus dem Einstellungstest Erinnerungsvermögen

Selbstverständlich wird kein Personalreferent beim Einstellungstest ein Kinderspiel wie etwa Memory zücken, obgleich dies einen ähnlichen Effekt haben könnte, wie diese Beispielaufgaben, die so oder in ähnlicher Form im Einstellungstest Erinnerungsvermögen auftauchen können:

Aufgabe: Details einprägenUm die Beobachtungsgabe eines Bewerbers zu prüfen, können im Grunde alle Arten von Zeichnungen, Skizzen und Fotos herhalten, aber auch Piktogramme oder andere grafische Elemente, die sich der Bewerber über einen bestimmten Zeitraum einprägen muss, um anschließend zu mehr oder weniger auffälligen Details befragt zu werden. Tipp: Besonders oft wird dann nach der Anzahl der abgebildeten Gegenstände gefragt.
Aufgabe: FormenkombinationenAn dieser Stelle wird der Einstellungstest Erinnerungsvermögen auch ein wenig zum Test des räumlichen Vorstellungsvermögens, denn wer keinen Blick für Formen hat, der kann sich auch schlecht merken, welche Figurenpaare oder Flächen auf dem Blatt des Einstellungstestes zu sehen sind.
Aufgabe: Foto, Skizze, Diagramm einprägenFotos, Skizzen und Diagramme kommen vergleichsweise häufig in mechanischen und technischen Berufen vor, deswegen ist die Abfrage dieser auch üblich in den entsprechenden Einstellungstests. Die Aufgabe besteht darin, sich in einer vorbestimmten und limitierten Zeit so viele Details wie nur möglich einzuprägen, die anschließend abgefragt werden. Handelt es sich bei der Vorlage um ein Foto, steht in erster Linie die Detailtreue im Fokus. Handelt es sich um ein Diagramm, ist es wichtig die Aussage zu erkennen und sich merken.
Aufgabe: Inhalte einprägenDieser Test hat dieselbe Intention wie die Aufgabe, sich Lebensläufe einzuprägen, nur werden hierbei meist weniger strukturierte Inhalte vorgelegt. In der Regel geht es darum, Inhalte eines Textes, eine Zeitungsartikels, eines Aufsatzes oder eines anderen Schriftstückes zu erfassen und anschließend Fragen dazu beantworten zu können.
Aufgabe: Klassisches AuswendiglernenWährend Kundendateien und Lebensläufe noch einen Praxisbezug haben und deswegen auch von den Bewerbern als sehr angenehme Form des Einstellungstestes Erinnerungsvermögen beschrieben werden, ist das Auswendiglernen von Wörter-, Buchstaben- und Zahlenreihen inhaltlich weniger wertig, fördert aber dieselben Ergebnisse zu Tage, denn diese zeigen, inwiefern ein Bewerber sich an Gelerntes erinnern kann.
Aufgabe: Lebenslauf einprägenDiese Prüfvariante wird oft im kaufmännischen Bereich angewandt. Besonders im Bereich Human Resources haben die Mitarbeiter in der Regel oft mit Lebensläufen, Steckbriefen und Personendaten zu tun. Die Aufgabe besteht nun darin, sich persönliche Daten, einen Steckbrief oder einen Lebenslauf einzuprägen. Ist die Zeit abgelaufen, werden entsprechende Fragen dazu gestellt, die aus dem Gedächtnis heraus beantwortet werden müssen. In der Kurzform wird nur ein Bild, eine Berufsbezeichnung und ein Name abgebildet – und später abgefragt.
Aufgabe: Produktdaten einprägenDieser Test erinnert zurecht an die Aufgabe, sich Steckbriefe einzuprägen, denn im Grunde wird hier nichts anderes verlangt, nur handelt es sich bei den Produktdaten in der Regel nicht um Daten über Menschen, sondern eben Details zu Produkten. Vorgelegt werden können Dispositionslisten mit Artikelbezeichnung, Bestellmenge und Lieferdatum, aber auch Kundendateien mit Name, Adresse, Beruf, Alter und einem Datum können Sie in diesem Zusammenhang erwarten.

Tipps zum Training des Erinnerungsvermögens

Nachdem Sie nun wissen, mit welchen Methoden Ihr Erinnerungsvermögen geprüft werden kann, möchten Sie nun sicherlich auch wissen, wie Sie es trainieren können. Möglichst viele Aufgaben aus Einstellungstests Ihrer Branche zu üben, ist sicherlich ein gangbarer Weg, um das Erinnerungsvermögen zu trainieren, doch auch diese praxisnahen Tipps helfen, um den Einstellungstest Erinnerungsvermögen zu bestehen:

  • Trainieren Sie mit dem Einkaufszettel. Studieren Sie vor dem Weg in den Supermarkt genau die Liste der Dinge, die Sie brauchen. Dann stecken Sie den Einkaufszettel in die Tasche und gehen Shoppen. Natürlich sollten Sie vor dem Gang zur Kasse checken, ob Sie alles, was auf dem Zettel war, auch im Einkaufskorb haben. Doch im Grunde ist das der beste Praxistipp, um das Erinnerungsvermögen zu trainieren.
  • Packen Sie Ihren Koffer. Können Sie sich noch an das Spiel „ich packe meinen Koffer erinnern“? Super, dann sollten Sie genau das auch spielen. Die Vorbereitung ist gleich null und im Grunde können Sie es schon spielen, wenn Sie zu zweit sind. Und so geht’s: Der Erste der an der Reihe ist, sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme XX mit.“ Der Zweite fährt mit diesen Worten fort: „Ich packe meinen Koffer, nehme XX und YY mit.“ Durch das stete Wiederholen der Dinge, die der Spielpartner mit einpackt, wird das Erinnerungsvermögen trainiert.
  • Spielen Sie Memory. Aber das ist kaum mehr ein Geheim-Tipp, denn das wurde ja bereits im Artikel mehrfach erwähnt. Allerdings gibt es mittlerweile weit mehr als nur das klassische Kindermemory mit gezeichneten Gegenständen. Erwachsenen Editionen haben Sehenswürdigkeiten, Architektur, geschichtliche Highlights oder auch berühmte Persönlichkeiten auf den kleinen, quadratischen Kärtchen. Und diese bereiten zusätzlich noch für den Allgemeinbildungstest vor.