Einstellungstest Kaufmann: Was erwartet die Bewerber in diesen beliebten Jobs?

Kaufmännische Berufe gibt es wie Sand am Meer. Würde man versuchen all diese Berufe auf einen Nenner zu bringen, würde dieser vermutlich so lauten: Kaufleute beschäftigen sich in den verschiedensten Berufsfeldern mit Ein- und Verkauf, Präsentation und Kundenberatung. Im organisatorischen beschäftigen sich Kaufleute mit Marktbeobachtung, Preiskalkulation, Auftragswesen, Rechnungswesen, Controlling und Buchführung. Sie sind aber auch im Außendienst aktiv. Wer den Berufswunsch hat, Kaufmann zu werden, weiß im Prinzip nur eins: Er muss aus einer Vielzahl an Berufen den Richtigen auswählen und er wird sicherlich mit einem entsprechenden Einstellungstest konfrontiert werden.

Die Hitliste der Ausbildungsberufe

Ausbildungsberufe gibt es schier unzählig viele, aber die jungen Leute haben klare Präferenzen. Wer seine Ausbildung im Jahr 2014 begonnen hatte, wurde meist Einzelhandelskaufmann, Verkäufer oder Kraftfahrzeugmechatroniker. Getrennt nach Geschlecht sieht die Hitliste der Ausbildungsberufe so aus (Quelle: n24.de):

Ranking Die beliebtesten Ausbildungsberufe der Frauen Die beliebtesten Ausbildungsberufe der Männer
1 Kauffrau im Einzelhandel Kfz-Mechatroniker
2 Verkäuferin Kaufmann im Einzelhandel
3 Medizinische Fachangestellte Industriemechaniker
4 Bürokauffrau Elektroniker
5 Industriekauffrau Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik
6 Zahnmedizinische Fachangestellte Verkäufer
7 Friseurin Fachinformatiker
8 Kauffrau für Bürokommunikation Fachkraft für Lagerlogistik
9 Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Kaufmann im Groß- und Außenhandel
10 Bankkauffrau Koch

Einstellungstest KaufmannDie kaufmännischen Berufe in dieser Aufstellung sollen nun kurz vorgestellt werden:

Kaufleute im Einzelhandel absolvieren eine dreijährige Ausbildung, die Sie in ganz unterschiedliche Branchen bringt. Die Lebensmittelbranche ist sicherlich eine der größten Bereiche, doch auch Modehäuser, Kaufhäuser, Tankstellen, Baumärkte und der Versandhandel bilden Kaufleute im Einzelhandel aus. Verkäufer absolvieren diese Ausbildung in abgekürzter, zweijähriger Form.

Die erwähnte Bürokauffrau gibt es heute nicht mehr mit dieser Ausbildungs- und Berufsbezeichnung. Viel zu vielseitig ist die Bürobranche geworden, um nur eine Fachkraft für diese Branche zu haben. Die einstige Bürokauffrau ist heute die Kauffrau für Büromanagement. Nach der dreijährigen Ausbildung kann die Kauffrau für Büromanagement in nahezu allen Wirtschaftsbereichen arbeiten. Manchmal ist sie auch in Verwaltungen, Verbänden, Organisationen und Interessenvertretungen tätig. Der Fokus einer Kauffrau für Büromanagement liegt auf der Organisation sowie in den Aufgabenbereichen Rechnungswesen, Marketing, Personal, Beschaffung und Auftragsabwicklung. Doch nicht nur die Ausbildung zur Bürokauffrau wird heute nicht mehr angeboten. Auch die Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation (immerhin auf Platz 8 im Ranking) wird nun nicht mehr angeboten und geht auf in der Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.

Wer die Ausbildung zur Industriekauffrau absolvieren möchte, muss damit rechnen, dass im Einstellungstest die Kenntnisse und Fähigkeiten der englischen Sprachen geprüft werden, denn Industriekaufleute sind oft in international tätigen Betrieben angestellt. Der Fokus der dreijährigen Ausbildung liegt auf Marketing, Vertrieb, Personal, Rechnungs- und Finanzwesen sowie der Materialwirtschaft.

Die Ausbildung zur Bankkauffrau ist eine vergleichsweise alte Ausbildung, die sich zwar inhaltlich immer angepasst hat, aber nie im Rahmen einer Umbenennung einen anderen Namen bekam. Die Ausbildung zur Bankkauffrau dauert drei Jahre und wird in Banken und Sparkassen angeboten.

Der einzige noch nicht erklärte, kaufmännische Beruf auf der Hitliste der Männer ist die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Während die Ausbildung früher noch eins war, muss der Auszubildende sich heute für eine Fachrichtung entscheiden. Unabhängig vom Schwerpunkt Außen- oder Großhandel dauert die Ausbildung drei Jahre.

Übungsaufgaben aus dem Einstellungstest Kaufmann

Je nachdem um welchen Beruf es sich handelt, gibt es Einstellungstest mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Beispiel: Industriekaufleute sowie Groß- und Außenhandelskaufleute werden mit einem Englischtest im Einstellungstest Kaufmann rechnen müssen.

Definieren Sie die folgenden Abteilungen:

  • Der Einkauf ist für die Versorgung des Betriebs mit Dienstleistungen und Gütern zuständig.
  • Der Vertrieb ist für den Absatz von Dienstleistungen und Produkten zuständig.
  • Das Personalwesen ist für die Bereitstellung von Arbeitskräften zuständig.
  • Die Lagerhaltung ist für Transport, Lagerung und Bereitstellung von Waren verantwortlich.

Definieren Sie dieses Käuferverhalten:

  • Ein Spontankauf zeichnet sich dadurch aus, dass er ungeplant getätigt wird. Ein Beispiel: Ein Kunde schlendert an der Aktionsfläche mit den Sonderangeboten vorbei. Die Werbung im Vorfeld hat er nicht gelesen, jedoch sagen ihm die Produkte zu und er kauft.
  • Gewohnheitskäufe tätigt indes jeder, der beispielsweise ein Abonnement abgeschlossen hat. Noch deutlicher wird der Gewohnheitskauf, wenn der Kunde jeden Freitag in den Kiosk geht und eine bestimmte Fachzeitschrift kauft.
  • Plankäufe stehen regelmäßig vor Weihnachten an: Es gibt einen Zettel, der aussagt, welches Familienmitglied welches Geschenk bekommen soll und schon wird in die Stadt gezogen. Plankäufe charakterisieren sich auch dadurch, dass schon im Vorfeld der günstigste Preis recherchiert wurde.

Definieren Sie diese Verkaufsformen:

  • Der Verkauf über das Internet ist oftmals die schnellste und auch bequemste Form des Shoppings. In der Praxis sieht das so aus, dass via Mausklick alle gewünschten Produkte in den virtuellen Warenkorb gelegt werden. Am Ende wird das Feld „bestellen“ angeklickt und die Ware kommt nebst Rechnung direkt nach Hause oder an den gewünschten Lieferort.
  • Der Telefonverkauf gerät manchmal in den Verruf, undurchsichtige Verträge am Telefon abzuschließen, doch unter Telefonverkauf kann auch aktiver Kundenservice verstanden werden. Wenn nämlich ein Kunde um die Information zu einem bestimmten Produkt bittet, diese telefonisch erhält und anschließend bestellt, ist das zwar eine Handlung im Telefonverkauf, aber weit entfernt von den zwielichtigen Verkäufen am Telefon.
  • Die wohl klassischste Variante ist heute die Selbstbedienung im Laden. Dabei ist der Kunde im Grunde genommen auf sich allein gestellt und sucht sich die gewünschten Produkte selbst zusammen. Wenn er Hilfe braucht, muss er diese aktiv einfordern. Ansonsten ist erst wieder die Kasse der Berührungspunkt von Käufer und Verkäufer.

Welche Maßnahmen könnten in Ihren Augen die Kundenzufriedenheit stärken?

  • wenn neue Kundenparkplätze
  • wenn im Verkaufsraum Wohlfühlatmosphäre geschaffen wird (z.B. durch entsprechende Sitzgelegenheiten, einen Wasserspender, …).
  • wenn eine Schnellkasse es ermöglicht, diejenigen mit Großeinkauf zu überholen, um Zeit zu sparen.
  • wenn unaufdringliche Testangebote platziert werden, die dem Kunden es ermöglichen, neue Produkte zu testen – ohne diese aktiv und mit Nachdruck verkauft zu bekommen.
  • wenn Informationstower platziert werden, die dem Kunden ermöglichen, sich schnell in großen Warenhäusern zurechtzufinden und die gewünschte Abteilung zu finden.

Wirtschaft, Mathe, Deutsch und Allgemeinwissen

… sind weitere Teile des Einstellungstests für Kaufleute – aber auch für viele andere Ausbildungsberufe. Inhaltlich unterscheiden sie sich hier kaum. In Mathematik wird regelmäßig Prozent- und Zinsrechnen geprüft, in Deutsch kommt es sowohl auf das Sprachverständnis als auch auf die korrekte Anwendung an und in der Kategorie Wirtschaft und Allgemeinwissen gibt es in der Regel Multiple Choice Fragen, die Interessen und Allgemeinbildung erfragen sollen.