Einstellungstest Bundeswehr Feldwebel: Sicher durch den Auswahltest

Infos zu Einstellungstest Bundeswehr Feldwebel
Beim Einstellungstest müssen Sie unter Beweis stellen, dass Sie das Zeug zum Bundeswehr Feldwebel haben.

Die beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr sind vielfältig. Im zivilen Bereich können Sie eine Berufsausbildung machen, in den öffentlichen Dienst eingestellt werden oder eine Laufbahn als Beamter einschlagen. Soll es eine militärische Karriere werden, stehen mehrere Laufbahnen zur Auswahl. Je nachdem, welchen Schulabschluss Sie haben und was Ihre Ziele sind, kommen nämlich die Laufbahnen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere in Frage. Und dann gibt es da noch die Feldwebel. Doch als Feldwebel gehören Sie zu den Führungskräften. Ob Sie die notwendige Eignung für Ihre künftigen Aufgaben mitbringen, zeigt sich bei dem Einstellungstest, mit dem die Bundeswehr Bewerber für die Laufbahn der Feldwebel prüft.

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Beim Bund gibt es neben der Mannschafts- und der Offizierslaufbahn noch die Laufbahn der Unteroffiziere. Letztere ist noch einmal unterteilt, nämlich in die Fachunteroffiziere (oder auch Unteroffiziere ohne Portepee) und in die Feldwebel (Unteroffiziere mit Portepee). Die Feldwebel arbeiten sowohl im Truppendienst als auch im allgemeinen Fachdienst. Deshalb sind die möglichen Aufgabenbereiche überaus vielseitig.

Doch bevor Sie als Feldwebel-Anwärter loslegen können, müssen Sie erst einmal das Auswahlverfahren erfolgreich hinter sich bringen. Und damit Sie gut vorbereitet in den Einstellungstest gehen können, verraten wir Ihnen, was Sie beim Test der Bundeswehr für Feldwebel erwartet.

Beratungsgespräch und Bewerbung als erste Schritte

Wenn Sie darüber nachdenken, die Laufbahn als Feldwebel einzuschlagen, sollten Sie sich zunächst einmal auf der Karriere-Seite der Bundeswehr umschauen. Dort finden Sie viele interessante und nützliche Infos über den Beruf, die Voraussetzungen und die Ausbildung. Eine Broschüre über die Laufbahn der Feldwebel zum Herunterladen gibt es ebenfalls.

Außerdem können Sie über die Seite die Kontaktdaten von einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe heraussuchen oder direkt online einen Termin vereinbaren. Das persönliche Gespräch mit einem Karriere-Berater ist nämlich immer der erste Schritt.

Aber keine Angst: Das Gespräch ist kein Vorstellungsgespräch. Und Sie gehen auch keinerlei Verpflichtungen ein. Die Beratung soll Sie lediglich über die Arbeit bei der Bundeswehr aufklären und über Ihre beruflichen Möglichkeiten informieren.

Nachdem alle Fragen geklärt sind, gibt Ihnen der Berater die Formulare, die Sie für eine Bewerbung brauchen. Haben Sie alle Unterlagen zusammen, können Sie Ihre Mappe wieder in der Beratungsstelle abgeben. Die andere Möglichkeit ist eine Online-Bewerbung über das Bewerber-Portal.

Für die Feldwebel-Laufbahn können Sie sich das ganze Jahr über bewerben. Besondere Fristen müssen Sie nicht beachten.

Die Einladung zum Bundeswehr Einstellungstest

Nachdem Ihre Bewerbung eingegangen ist, werden Ihre Unterlagen gesichtet. Dabei zählt zum einen, ob alle Unterlagen vollständig sind und Sie die formalen Voraussetzungen erfüllen. Zum anderen achten die Prüfer auf den Eindruck, den Ihre Bewerbung insgesamt so macht.

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Scheinen Sie ein geeigneter Kandidat zu sein, bekommen Sie eine Einladung zum Einstellungstest. Wo Sie den Test machen, hängt von Ihrem Wohnort ab. Denn für jedes Bundesland ist ein bestimmtes Karrierecenter der Bundeswehr zuständig. Mit einer Ausnahme: Möchten Sie zur Marine, findet Ihr Eignungstest immer in Wilhelmshaven statt.

Für Ihre Anreise liegt der Einladung ein Gutschein bei, den Sie für eine Zugfahrkarte einlösen können. Und in der Zeit, in der Sie am Einstellungstest teilnehmen, wohnen Sie in der Kaserne. Die Unterkunft und die Verpflegung sind für Sie kostenfrei.

Einstellungstest Bundeswehr Feldwebel – der Ablauf

Grafik zum Einstellungstest Bundeswehr FeldwebelDer Einstellungstest für angehende Bundeswehr Feldwebel setzt sich aus verschiedenen Tests zusammen. Die einzelnen Prüfungen verteilen sich auf zwei Tage.

In welcher Reihenfolge Sie die Stationen durchlaufen, kann unterschiedlich sein. Denn damit die Wartezeiten nicht zu lang werden, teilen die Prüfer die Bewerber in kleinere Gruppen ein.

Sie beginnen dann mit Ihrer Gruppe an einer Station, während die anderen Bewerbergruppen mit anderen Tests ins Auswahlverfahren starten. Die Prüfungen selbst sind aber gleich.

Die Info-Runde

Als Auftakt vom Eignungstest steht eine Info-Runde auf dem Programm. Sie kommen dafür an einem Treffpunkt mit Ihren Mitbewerbern zusammen. Die Prüfer begrüßen die Teilnehmer und erklären die Abläufe und Inhalte vom Eignungstest. Oft schließt sich daran ein Vortrag über die Laufbahn an.

Bei der Info-Runde geben Ihnen die Prüfer eine Mappe mit Unterlagen. Darunter ist auch der sogenannte Laufzettel. Auf dem Laufzettel ist aufgeführt, wann Sie wo welchen Test absolvieren.

Neben etwas Info-Material enthält die Mappe außerdem Fragebögen. Einige davon können Sie später noch abgeben, andere füllen Sie gleich aus. Dafür haben Sie ungefähr 30 Minuten Zeit.

Aber Vorsicht: Die Fragebögen sind schon der erste kleine Test. Sie müssen darin zum Beispiel beantworten, warum Sie zur Bundeswehr wollen und wieso Sie Feldwebel werden möchten. Und Ihre Angaben fließen in die Gesamtbewertung ein. Füllen Sie die Fragebögen deshalb sorgfältig aus!

Nach der Info-Runde machen Sie sich auf den Weg zu der Prüfung, die laut Ihrem Laufzettel jetzt an der Reihe ist.

Der CAT-Test

Der Einstellungstest für angehende Bundeswehr Feldwebel beinhaltet einen schriftlichen Teil. Dieser besteht aus dem CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Gemeint ist damit ein Testverfahren, das am Computer stattfindet und PC-gestützt ausgewertet wird.

Die genauen Inhalte vom CAT-Test hängen davon ab, wofür genau Sie sich bei der Bundeswehr beworben haben. Soll es zum Beispiel ein technischer Beruf werden, werden mehr Fragen zu Mathe, Physik und Technik auftauchen. Möchten Sie hingegen in den Sanitätsdienst, werden Biologie und Chemie eine größere Rolle spielen.

Doch keine Sorge: Beim CAT-Test wird kein spezifisches Fachwissen abgefragt. Der Computertest soll vielmehr ermitteln, wie es um Ihre Kenntnisse im Allgemeinen steht und in welchen Bereichen Sie besonders gut sind. Daraus lässt sich ableiten, in welche berufliche Richtung es für Sie gehen kann.

Damit ein möglichst umfassendes Bild entsteht, müssen Sie Fragen und Aufgaben aus verschiedenen Themenfeldern lösen. Dazu gehören zum Beispiel:

Alle Aufgaben sind Multiple Choice Fragen. Sie bekommen also zu jeder Frage mehrere Lösungsvorschläge, von denen nur eine Antwort stimmt. Diese müssen Sie herausfinden und anklicken.

Je nachdem, welchen Test Sie gerade machen, ist der Ablauf etwas verschieden. So gibt es Abschnitte, bei denen Sie für alle Aufgaben ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung haben. In anderen Abschnitten ist die Bearbeitungszeit pro Aufgabe vorgegeben. Und sobald die Zeit abgelaufen ist, verschwindet die Frage vom Bildschirm.

Lassen Sie sich deshalb nicht verunsichern, wenn andere Bewerber schneller fertig sind als Sie. Und: Wenn Sie eine Lösung nicht auf Anhieb wissen, dann raten Sie. Sonst verlieren Sie zuviel Zeit, die Ihnen am Ende vielleicht fehlt.

Stichwort: Adaptives Testverfahren

Beim PC-Test gibt es noch eine Besonderheit. Die Aufgaben passen sich von der Schwierigkeit her nämlich an Ihre Kenntnisse an. Beantworten Sie eine Frage richtig, wird die nächste Aufgabe etwas schwerer. Andersherum folgt eine etwas leichtere Aufgabe, wenn Ihre Lösung falsch war. Dieses Testsystem heißt adaptives Testverfahren.

Kann gut sein, dass Sie gar nicht bemerken, dass die Fragen schwerer oder leichter werden. Die Bundeswehr kann dadurch aber ziemlich genau einordnen, wie gut Sie in den jeweiligen Bereichen sind.

Auch wichtig: Das Vorstellungsgespräch - Der Online Test

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Nächstes Stichwort: Fragebogenverfahren

Neben Aufgaben, die Ihr Wissen und Können überprüfen, gibt es beim CAT-Test auch psychologische Fragen. Sie gehören zu einem Persönlichkeitstest, der auch Fragebogenverfahren genannt wird.

In diesem Abschnitt sehen Sie verschiedene Aussagen, wie zum Beispiel “Manchmal muss ein Kompromiss her, damit es vorwärts geht.” Sie müssen dann anhand einer Skala einordnen, inwieweit Sie der jeweiligen Aussage zustimmen.

Beim Fragebogenverfahren geht es um Sie als Person, Ihre Eigenschaften und Ihre Meinung. Falsche oder richtige Antworten gibt es hier deshalb nicht. Und Sie sollten bei der Wahrheit bleiben. Denn es ist möglich, dass Sie Ihre Antworten im Vorstellungsgespräch erklären müssen.

Antworten Sie ruhig spontan, ohne groß nachzudenken. So ist die Gefahr am geringsten, dass Sie sich in Widersprüche verstricken.

Der CAT-Test dauert insgesamt etwa drei Stunden. Zwischendurch gibt es aber Pausen. Und es kann sein, dass Sie ein paar Abschnitte am ersten Tag und die restlichen Tests erst am nächsten Tag machen.

Übrigens: Auf der Bundeswehr-Karriere-Seite gibt es einen Assessment-Trainer. Das ist ein Online-Test, der Ihnen einen ersten Eindruck vom CAT-Test vermittelt. Probieren Sie ihn ruhig einmal aus!

Der Sporttest

Körperliche Fitness ist ein Muss als Feldwebel. Und generell sollten Sie sich für Sport begeistern können. Denn auch im Dienst steht Sport regelmäßig auf dem Programm. Ob und wie fit Sie sind, überprüft der Sporttest. Er heißt Basis Fitness Test – kurz BFT – und umfasst drei Stationen.

1. Sprint-Test

Die erste Disziplin vom Bundeswehr Sporttest prüft Ihre Schnelligkeit und Ihre Geschicklichkeit. Sie absolvieren nämlich einen Lauf, bei dem Sie elfmal eine Strecke von zehn Meter sprinten. Doch Sie rennen nicht einfach nur vor und zurück. Stattdessen müssen Sie sich nach jeder Runde bäuchlings ablegen. Das heißt:

  • Für den Start liegen Sie auf einer Matte flach und ausgestreckt auf dem Bauch.
  • Auf das Startkommando richten Sie sich so schnell wie möglich auf und sprinten zu einem Kegel, der zehn Meter entfernt steht.
  • Sie umrunden den Kegel und laufen zur Matte zurück.
  • An der Matte angekommen, legen Sie sich bäuchlings ab. Dann klatschen Sie Ihre Hände auf dem Rücken zusammen.
  • Diesen Ablauf wiederholen Sie noch vier Mal.
  • Haben Sie fünf Runden hinter sich, sprinten Sie ein letztes Mal zum Kegel. Dort stoppt der Prüfer Ihre Zeit.

Insgesamt dürfen Sie für Ihren Durchgang höchstens 60 Sekunden brauchen. Das ist die Anforderung, die Sie schaffen müssen, um den Sprint-Test zu bestehen. Doch je schneller Sie sind, desto mehr Punkte bekommen Sie.

2. Klimmhang-Test

Die zweite Übung findet am Reck statt. Sie stellen sich auf einen kleinen Kasten und umfassen die Reckstange im Kammgriff. Kammgriff bedeutet, dass Sie die Stange von hinten nach vorne umfassen, so dass Ihre Handflächen zu Ihnen zeigen.

Dabei sind Ihre Hände ungefähr schulterbreit auseinander und auch die Stange verläuft etwa in Höhe Ihrer Schultern. Letztlich nehmen Sie also die gleiche Position wie am Ende von einem Klimmzug.

Sind Sie in Position, wird der Kasten weggenommen und Ihre Zeit läuft. Sie müssen nun versuchen, die Position so lange wie möglich zu halten. Sobald Sie soweit absinken, dass Ihr Kinn unterhalb der Stange ist, ist der Test vorbei.

Um den Klimmhang-Test zu bestehen, müssen Sie mindestens fünf Sekunden lang durchhalten. Doch auch hier werden bessere Leistungen wieder mit mehr Punkten belohnt.

3. Fahrrad-Ergometer-Test

Die letzte Station ist eine Ausdauer-Übung. Sie sitzen dafür auf einem Fahrrad-Ergometer und radeln 3000 Meter. Für die Strecke haben Sie höchstens 6:30 Minuten Zeit.

Bevor es richtig losgeht, radeln Sie erst einmal eine Minute lang locker, um sich aufzuwärmen. Dann beginnt die Messung. Sie merken das daran, dass sich der Widerstand auf 130 Watt erhöht.

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Behalten Sie diesen Widerstand bei, schaffen Sie die Strecke rechtzeitig, wenn Sie mit ungefähr 90 Umdrehungen pro Minute radeln. Sie können den Widerstand aber auch anders einstellen.

Sobald Sie die drei Kilometer geradelt sind – oder wenn die Zeit abgelaufen ist – stoppt die Messung. Zum Abkühlen radeln Sie dann noch einmal eine Minute lang locker aus.

Haben Sie an allen drei Stationen die Mindest-Anforderungen geschafft, werden Ihre Leistungen erst in Punkte und anschließend in eine Schulnote umgerechnet. Haben Sie eine Übung nicht gemeistert, haben Sie den ganzen Sporttest nicht bestanden.

Übrigens: Der Basis Fitness Test wird Ihnen noch öfter begegnen. Denn weil er der Standard-Sporttest ist, machen ihn auch Soldaten einmal pro Jahr. Nur rückt dann ein 1000-Meter-Lauf an die Stelle vom Fahrrad-Ergometer-Test. Ein Video davon können Sie sich hier anschauen.

Die ärztliche Untersuchung

Als Feldwebel brauchen Sie neben der fachlichen Eignung einen starken Charakter und körperliche Fitness. Außerdem müssen Sie gesund sein. Und Ihre Gesundheit steht bei der ärztlichen Untersuchung auf dem Prüfstand. Weil der ärztliche Dienst bei dieser Untersuchung Ihre Eignung aus medizinischer Sicht beurteilt, heißt der Check auch Eignungsuntersuchung.

Die Untersuchung umfasst verschiedene Tests. So zum Beispiel einen Sehtest, einen Hörtest und einen Drogentest. Sie werden gemessen und gewogen, Ihre Lungen werden abgehört und Ihre Reflexe getestet. Der Arzt prüft Ihre Körperhaltung und Ihre Gelenke.

Insgesamt werden Sie also gründlich untersucht, mit allem, was so dazugehört. Außerdem bespricht der Arzt mit Ihnen Ihre bisherige Krankengeschichte und erkundigt sich nach Allergien und Krankheiten in Ihrer Familie.

Die ärztliche Untersuchung zielt auf zwei Dinge ab. Einerseits stellt der Arzt fest, ob Sie aus medizinischer Sicht generell als Soldat arbeiten können. Andererseits ermittelt er, ob es Verwendungen gibt, für die Sie ausscheiden.

Die Gruppensituation

Beim Einstellungstest schickt die Bundeswehr künftige Feldwebel auch in das sogenannte Gruppensituations-Verfahren. Das ist eine Art Assessment-Center.

Für den mündlichen Test bilden Sie mit zwei oder drei Mitbewerbern eine Gruppe. Gemeinsam bearbeiten Sie dann Aufgaben. So eine Aufgabe kann zum Beispiel eine Diskussion über das vorgegebene Thema sein. Oder es geht um eine schwierige Situation, für die eine Lösung gefunden werden muss.

An die Gruppenaufgaben schließt sich ein Kurzvortrag an. Auch dafür geben Ihnen die Prüfer ein Thema vor. Sie haben ein paar Minuten Zeit, um sich Gedanken zu machen. Anschließend tragen Sie Ihre Überlegungen vor der Gruppe vor.

Insgesamt zählt hier weniger, welche Lösungen Sie mit der Gruppe finden. Entscheidender ist das Wie. Durchsetzungsvermögen, klare Aussagen, Teamgeist und Kompromissbereitschaft sind Beispiele für Dinge, die in die Bewertung einfließen.

Das Vorstellungsgespräch

Ein weiterer Baustein vom Einstellungstest ist ein Vorstellungsgespräch. Denn natürlich möchte Sie die Bundeswehr persönlich kennenlernen. Die Prüfer interessiert, warum Sie als Feldwebel zum Bund wollen, welche Ziele Sie haben und was Sie als Mensch ausmacht. Außerdem wollen sie herausfinden, ob Sie sich darüber im Klaren sind, was in diesem Job auf Sie zukommt.

Wenn Sie sich auf den Einstellungstest vorbereiten, sollten Sie sich unbedingt über die Bundeswehr als Arbeitgeber und die typischen Aufgaben als Feldwebel informieren. Denn erfahrungsgemäß legen die Prüfer großen Wert darauf, dass Sie Fragen dazu beantworten können.

Das Vorstellungsgespräch wird auch psychologisches Gespräch genannt. Ein Grund dafür ist, dass Ihr Gesprächspartner meist ein Psychologe ist. Unterstützt wird er von einem Vertreter der Streitkräfte.

Der zweite Grund ist, dass die Prüfer ihre bisherigen Erkenntnisse durch das Gespräch vervollständigen und einordnen. Deshalb kann gut sein, dass Sie gebeten werden, ein paar Antworten aus den Fragebögen und vom CAT-Test zu erklären.

Der Psychologe wertet das Gespräch aus und gibt auf dieser Basis eine Laufbahn-Empfehlung ab. Natürlich ist optimal, wenn er in Ihnen einen Feldwebel sieht. Nur kann halt auch sein, dass er eine andere Laufbahn für geeigneter hält.

Trotzdem müssen Sie sich nicht verrückt machen. Das Interview ist am Ende ein normales Bewerbungsgespräch und die Prüfer wollen Ihnen nichts Böses. Bleiben Sie deshalb natürlich, verstellen Sie sich nicht und lassen Sie sich auf das Gespräch ein. Das ist die beste Taktik.

Nach dem Einstellungstest für Bundeswehr Feldwebel

Haben Sie alle Stationen vom Eignungstest durchlaufen, führt Sie Ihr letzter Weg zum Einplaner. Bei ihm fließen alle Daten zusammen: Ihre Angaben aus der Bewerbung, Ihre Antworten in den Fragebögen, das Ergebnis vom CAT-Test, die Note vom Sporttest und die Bewertung der Gruppensituation. Dazu kommen die Beurteilungen von der ärztlichen Untersuchung und vom Vorstellungsgespräch.

Auf dieser Grundlage erstellt der Einplaner Ihr Profil. Anschließend zeigt er Ihnen Dienstposten auf, die zu Ihrem Profil passen. Allerdings kann der Einplaner nicht nur auf Ihre Wünsche eingehen. Vielmehr muss er Ihre Eignung, die freien Posten und den Personalbedarf unter einen Hut bekommen. Deshalb kann es passieren, dass seine Angebote etwas von Ihren ursprünglichen Vorstellungen abweichen.

Sie können dann selbst entscheiden, was Sie machen. Nehmen Sie ein Angebot an, klären Sie alle Formalitäten. Möchten Sie sich noch nicht festlegen oder auf einen Posten warten, der besser passt, können Sie sich in den Bewerber-Pool aufnehmen lassen. Genauso können Sie aber selbstverständlich auch ablehnen.