Testtraining Einstellungstest: Worauf kommt es an?

Ein Testlauf für den Test? Ja, das ist in jedem Fall sinnvoll! Das sei einmal vorweg gesagt, bevor es darum gehen soll, wie das Testtraining Einstellungstest am besten in die Praxis umgesetzt werden kann. „Online natürlich“ werden nun die meisten sagen und für die schriftlichen Prüfungsvarianten ist das in jedem Fall auch eine Option, doch wie bereiten Sie sich mit Ihrem geliebten Online-Gegenüber auf einen Gruppendiskussion, eine Präsentation oder ein Rollenspiel vor? Das könnte mitunter ganz schön schwierig werden, daher soll sich dieser Beitrag damit beschäftigen, wie das Testtraining Einstellungstest passend für jede Prüfungsvariante ablaufen kann.

Testtraining Einstellungstest: der schriftliche Test

Die Vorbereitung auf den schriftlichen Einstellungstest haben Sie größtenteils schon die letzten Jahre über absolviert. Sie kucken irritiert? Nein, es ist wahr, denn im schriftlichen Test werden keine Neuheiten geprüft, sondern es wird abgefragt, ob Sie Inhalte beherrschen, die Sie (nach Abschluss der Schule) in jedem Fall beherrschen müssen: Mathematik, Deutsch und Allgemeinwissen gehören zu den Themen, die in jedem Fall beherrscht werden müssen – und sicherlich auch im Rahmen eines Einstellungstestes abgefragt werden. Die Vorbereitung erfolgt idealerweise mittels einem kleinen Repetitorium der wichtigsten Grammatik-, Rechtschreib- und Zeichensetzungsregeln sowie den mathematischen Bestimmungen zum Prozentrechnen. Allgemeinwissen zu „lernen“ ist vergleichsweise schwierig, die gängigsten politischen Strukturen sollten Sie jedoch schon beherrschen – ebenso wie diese Themen.

Das Testtraining Einstellungstest sollte dann nach folgendem Muster erfolgen:

  • Erwerben Sie die Prüfungsunterlagen (entweder für jedes der genannten Fächer einzeln oder für Ihren Wunschberuf oder für alle Berufe).
  • Schaffen Sie eine Prüfungssituation, in dem Radio, Fernseher und Telefon ausgeschaltet sind und Sie einen Platz zum Schreiben haben, der frei von Nachschlagewerken ist.
  • Stellen Sie den Timer auf die auf dem Prüfungsbogen angegebene Zeit ein.
  • Starten Sie den Timer mit dem Beginn der Prüfungsunterlagen.
  • Stoppen Sie die Bearbeitung, sobald die Zeit abgelaufen ist.
  • Nehmen Sie dann den Lösungsbogen zur Hand und prüfen Sie, wie Sie abgeschnitten haben.

Testtraining Einstellungstest

Tipps zum Umgang mit dem Prüfungsergebnis

Seien Sie sich in jedem Fall darüber bewusst, dass es sich um ein Testtraining handelt. Das heißt einerseits, dass noch nichts „passiert“ ist, wenn Sie nicht besonders gut abgeschnitten haben, sich wohl aber nun eine gute Lernstrategie zurechtlegen sollten (Auswendiglernen, Nachhilfeinstitut, Lerngruppe). Andererseits sollten Sie sich auch nicht zu sicher fühlen, wenn Sie das Testtraining gut bestanden haben, denn Sie müssen immer davon ausgehen, dass in einer realen Prüfungssituation auch das Adrenalin steigt und Ihre Leistungsfähigkeit dadurch minimiert wird.

Testtraining Einstellungstest: der mündliche Test

Allein schon die Überschrift scheint einen Fehler zu bergen, denn natürlich gibt es nicht nur einen mündlichen Test, sondern ganz verschiedene mündliche Testvarianten wie die folgende Übersicht zeigt:

VorstellungsrundeDie sogenannte Selbstpräsentation bildet oft den Auftakt beim Assessment Center. Ziel dabei ist vordergründig, dass sich die Bewerber ihren Konkurrenten, aber auch dem Betrieb vorstellen, bei dem sie sich bewerben. Wichtige Bestandteile sind dabei die Begrüßung und Namensnennung. Natürlich müssen Sie auch Ihre schulischen und beruflichen Meilensteine nennen, Ihre Stärken sowie Gründe, warum Sie sich für den Beruf und den Betrieb entschieden haben. Auch sollte der Beginn weder auswendiggelernt sein, noch derselbe Anfang sein wie bei ihren zig Mitbewerbern. Heben Sie sich durch passende Kreativität von der Masse ab und versuchen Sie positiv in Erinnerung zu bleiben.

Ein „Spezialfall“ ist die sogenannte Partnerpräsentation. Dabei müssen sie einen vorher benannten Partner vorstellen und dabei nicht nur seinen Lebenslauf und seine Qualifikation beleuchten, sondern auch seiner Persönlichkeit Raum geben.

GruppendiskussionenGruppengröße und auch zeitlicher Rahmen sind meist recht unterschiedlich. Unterschieden wird ganz grundsätzlich auch in zwei Varianten der Gruppendiskussion:

  1. Gruppendiskussion mit Moderator
  2. Gruppendiskussion ohne Moderator

Der Moderator kann von der Gruppe oder vom Betrieb bestimmt werden. Auch kann das Thema oder vielmehr das Fazit einer Gruppendiskussion sowohl offengelassen werden als auch bereits vorgegeben werden. Je mehr Vorgaben gemacht sind, desto eher wird eine Gruppendiskussion zum Rollenspiel.

Wer moderiert,muss darauf achten, nicht parteiisch zu werden und jedes Gruppenmitglied gleichermaßen zu berücksichtigen. Grundsätzlich wird hierbei wert gelegt auf Ihr Auftreten, Ihre Äußerungen, Ihr Diskussionsverhalten und Ihr Sprachverhalten.

PräsentationenBekommen Sie die Aufgabe gestellt, in einem (meist sehr knapp bemessenen) Zeitraum eine Präsentation zu erstellen, müssen Sie in jedem Fall strukturiert vorgehen. Wichtig für ein erstes Brainstorming sind die bekannten W-Fragen und die Beantwortung derer. Anschließend strukturieren Sie Ihre gesammelten Unterlagen in eine Einleitung zum Thema, die mit einer Fragestellung endet, die Sie im Rahmen Ihrer Präsentation zu beantworten versuchen. Führen Sie anschließend Pro- und Contra-Argumente an und folgen Sie dabei einer klaren Argumentationslinie (These-Ausarbeitung-Fazit). Am Schluss sollten Sie ein finales Fazit ziehen und sich dabei etwas Neues einfallen lassen – und nicht etwa wieder alte Themen rezitieren. Wenn nun noch Zeit ist, testen Sie Ihre Präsentation, halten Sie sich an den zeitlichen Rahmen und üben Sie klar zu formulieren.

Ein „Spezialfall“ ist die Gruppenpräsentation. Wenn dies möglich ist, sollten die verschiedenen Gruppenmitglieder unterschiedliche Themenbereiche abdecken. Das ermöglicht jeweils thematisch in die Tiefe zu gehen. Während der Gruppenpräsentation Stift nicht vergessen, um gegebenenfalls vom eigenen Vortrag aus Bezug auf das bereits Gesagte nehmen zu können.

RollenspieleBeim Rollenspiel ist auf den ersten Blick Ihre Gabe gefragt, zu schauspielern, denn wie beim Theater bekommen Sie eine Rolle zugeordnet und diese müssen Sie inhaltlich mit Leben füllen. Schwierig wird es (und das ist meist seitens der Betriebe provoziert), wenn Sie persönlich komplett anderer Meinung sind als Ihre Rolle. Worauf geachtet wird?

  • Auf Ihre Fähigkeit, Prozesse zu erfassen und zu steuern.
  • Auf Ihre Fähigkeit, systematisch zu handeln.
  • Auf Ihre Fähigkeit, rasch zu reagieren.
  • Auf Ihre Fähigkeit, sich adäquat auszudrücken.
InterviewsIn erster Linie ist ein Interview immer ein Gespräch, ein Dialog zwischen Ihnen und einem Vertreter des Unternehmens, bei dem Sie sich beworben haben. Dieses Gespräch kann ein angenehmer Dialog sein, mit Fragen zu Ihren Hobbys und privaten Interessen sowie zu Ihrer Schulzeit. Üblich ist dieses „freundliche“ Interview bei Azubis.

Sogenannte „Stressfragen“ hingegen werden eher Berufserfahrenen gestellt, denn sie sind – wie der Name schon sagt – dazu gemacht, Sie in eine Stresssituation zu bringen. Lassen Sie sich nicht von Fragen irritieren, was gegen Sie spricht, was Ihre Defizite sind, was Sie in Ihrem Leben anders machen würden. Bleiben Sie ruhig, antworten Sie diplomatisch, lassen Sie sich auf keine ausschweifenden Diskussionen sein.

Um sich auf dieses mündliche Testverfahren vorzubereiten, braucht es mehr, als nur einen Fragebogen oder einen Online-Test. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass Sie sich einen (oder mehrere) Testpartner suchen, die kritisch sind. Mami, die Sie ohnehin für den Begabtesten und Besten hält, kann hier nicht immer objektiv genug sein und tut sich vielleicht schwer mit Stressfragen. Werfen Sie einen Blick in Ihren Bekannten- und Familienkreis und entscheiden Sie dann, wer mit Ihnen das Testtraining Einstellungstest absolvieren soll.