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Feuerwehr Einstellungstest: Was wird von Ihnen gefordert?

Aktualisiert am 24. September 2026 von Ömer Bekar

Wenn ich groß bin, möchte ich Feuerwehrmann werden. Diesen Wunsch hegt sicherlich jedes dritte kleine Kind, doch in den meisten Fällen verfliegen diese Wünsche im Alter wieder. Einige engagieren sich zwar in Freiwilligen Feuerwehren im Ort, doch zur Berufsfeuerwehr schaffen es nur die Wenigsten. Der Grund: Die Einstellungsvoraussetzungen sind vielseitig, denn neben einem Berufsabschluss müssen angehende Feuerwehrmänner viele weitere Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Feuerwehr Einstellungstest

Wer könnte grundsätzlich Feuerwehrmann werden?

Wer Feuerwehrmann werden möchte, muss sich direkt bei der gewünschten Feuerwehr bewerben. Diese legt auch die Einstellungsrichtlinien fest. Im Grunde sind diese immer ähnlich. Es muss eine Sportprüfung, ein praktischer Test, ein schriftlicher Test und ein Vorstellungsgespräch gemeistert werden. Wer die erforderliche Punktzahl in allen Disziplinen erhält und im Gespräch überzeugt, hat gute Chancen, die Ausbildung zum/zur Brandmeister/-in zu absolvieren.

Grundsätzlich darf sich bewerben, wer

  • 165 Zentimeter groß ist.
  • die Einstellungsuntersuchung (G 26.3) ohne Einschränkung durchlaufen ist.
  • ein Freischwimmer-Abzeichen hat.
  • eine Berufsausbildung abgeschlossen hat.
  • einen Führerschein der Klasse B hat.
  • einen Hauptschulabschluss hat.
  • fit und gesund ist, um mindestens 200 Watt Arbeit verrichtet zu können (in Abhängigkeit vom Körpergewicht sogar mehr).
  • keine Vorstrafen hat.
  • schwindelfrei ist (Drehleiter-Klettertest).
  • Staatsbürger eines EU-Landes ist.
  • unter 30 Jahren ist.

Wer sich genauer über die Inhalte des Einstellungstests informieren will, der kann sich anhand der folgenden Tabelle informieren:

Teile des Feuerwehr Einstellungstest

Drehleitersteigen

70 Sekunden haben die Bewerber Zeit, um eine voll ausgefahrene Drehleiter (gesichert) hinaufzusteigen.

Praktische Prüfung

Handwerkliches Geschick und Improvisationstalent werden an vier ganz unterschiedlichen Stationen getestet.

Schriftlicher Test

Wer zum Feuerwehr Einstellungstest antritt, muss sich einem Deutschtest, einem Mathematiktest, einem Allgemeinwissenstest und einem Logiktest stellen.

Sporttest

Beim Sporttest werden Ausdauer und Kraft geprüft. Wie in der Schule gilt hier: Eine 6 oder zwei 5er würden heißen, dass der Bewerber durchgefallen ist. Zudem muss der Gesamtnotenschnitt bei 4,5 oder besser liegen. Wechselsprünge, Klimmzüge, Kasten-Bummerang-Test, 1000-Meter-Lauf, Streckentauchen, Schwimmen und Drehleitersteigen sind die geforderten Disziplinen im Rahmen des Sporttests.

Die Ausbildung zum Feuerwehrmann dauert meist 18 Monate

Wer sich durch den Feuerwehr Einstellungstest manövriert hat und auch im persönlichen Gespräch überzeugen konnte, wird entweder Beamtenanwärter, Beamter auf Probe oder gleich Beamter. Das ist von der jeweiligen Feuerwehrdienststelle abhängig. Grundsätzlich wird während der Ausbildung, die in der Regel 18 Monate dauert (bei einigen Feuerwehren bis zu 24 Monate), ein Grundlagen-Modul absolviert sowie die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Wer die Ausbildung besteht, wir als Brandmeister/-in übernommen und ist fortan im öffentlichen Dienst tätig.

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Anschließend muss das Lernen sicherlich noch kein Ende haben, denn es gibt zahlreiche Optionen wie die Weiterbildung

  • zum/zur Rettungssanitäter/-in,
  • zum/zur Disponenten/-in in der Leitstelle,
  • zum/zur Fahrer/-in und Maschinist/-in,
  • zum/zur Gruppenführer/-in
  • zum/zur Höhenretter/-in
  • und zum/zur Taucher/-in.

Auch ein Aufstieg in die sogenannte Qualifikationsstufe 3 (den gehobenen Dienst) ist möglich. Wer diese Weiterbildung schafft, kann als Zugführer/-in arbeiten.

Für Menschen mit Helfersyndrom?

Wer glaubt, das Engagement in einer Freiwilligen Feuerwehr ist mit der Arbeit bei der Berufsfeuerwehr vergleichbar, der irrt sich sehr. Natürlich sollte jemand, der sich als Feuerwehrmann bewirbt auch die Intention haben zu helfen, doch bei der Feuerwehr arbeiten nicht nur Menschen mit erklärtem Helfersyndrom. Vielmehr sind dort Menschen engagiert, die in der Regel eine handwerkliche Ausbildung haben und sich im Feuerwehrdienst spezialisieren. Wer als Feuerwehrmann arbeiten möchte, muss neben der Bereitschaft zum Schichtdienst auch ein guter Teamplayer sein, besonnen und überlegt agieren und verantwortungsbewusst sein. So wird aus dem Feuerwehrmann mit Helfersyndrom schnell eine Fachkraft mit besonderer Kompetenzstruktur.

Ein künftiger Feuerwehrmann im Interview

Martin ist 27 Jahre alt. Er hat eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitärtechnik absolviert und einige Jahre im Beruf gearbeitet bevor er sich dazu entschieden hat, sich in einem Gewerbepark als Werkfeuerwehrmann zu bewerben. Dort arbeitete er zweieinhalb Jahre bevor er den Entschluss fasste: „Ich will zur Berufsfeuerwehr.“ Im Interview erklärt er, wie er den Einstellungstest gemeistert hat und wie er sich durch die Ausbildung schlägt.

Wie hast du dich auf den Feuerwehr Einstellungstest vorbereitet?

Martin: „Ziemlich umfangreich würde ich sagen. Erstmal habe ich mir selbst eine Diät verordnet. Nicht etwa, weil ich dick war, aber ich wollte einfach etwas schlanker werden. Zeitgleich bat ich einen Freund, der Hausmeister in einer ortsansässigen Schule ist, abends oder am Wochenende die Halle zum Trainieren nutzen zu dürfen. Das hat er mir erlaubt und so habe ich drei- bis viermal in der Woche Sport getrieben, keinen Alkohol getrunken und möglichst auf Süßigkeiten verzichtet.“

Ein hartes Programm. Wie viel Zeit hattest du denn zur Vorbereitung auf den Sporttest?

Martin: „Die meisten werden mich jetzt wohl für einen Streber halten, aber ich habe bereits mit dem Training begonnen, ohne zu wissen, ob ich mit meiner Bewerbung überhaupt bis zum Einstellungstest zugelassen werde, aber ich wusste, dass ich sonst nicht genügend Zeit haben würde, um fit zu werden. Und schließlich hätte es mir auch so nicht geschadet, Sport zu treiben.“

Aber du wurdest eingeladen, richtig? Hast du dich denn dann neben dem Sporttest noch anderweitig vorbereitet?

Martin: „Ich hatte mich bereits davor in Nachhilfeinstitut angemeldet. Da ich irgendwie in keinen Kurs so richtig zu passen schien, habe ich der Dame dort erklärt, worauf es mir ankommt und Sie hat mich dann speziell in mathematischem Grundlagenwissen gecoacht: Prozentrechnungen, Zinsrechnungen und Aufgaben bei denen ich den Dreisatz anwenden musste, ratterten fortan durch mein Hirn. Anstrengend war’s schon, aber spannenderweise fand ich es nicht so blöd wie einst noch in der Schule.“

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Dann muss ja eigentlich die Einladung zum Feuerwehr Einstellungstest mehr eine Erlösung gewesen sein, oder?

Martin: „Ja und nein. Natürlich war ich froh, nicht ‚umsonst‘ trainiert und gebüffelt zu haben, wobei solche grundlegenden Tätigkeiten natürlich gut sind, wenn man sie beherrscht, aber ich war dann auch sehr aufgeregt.“

Halfen dir deine Vorkenntnisse aus der Freiwilligen Feuerwehr und dem Sanitätsdienst?

Martin: „Ein wenig, ja, aber ich versuchte das so wenig wie möglich als sichere Bank zu nehmen. Ich wusste, dass Überheblichkeit ein absolutes No-Go ist und so versuchte ich so Understatement wie möglich aufzutreten und lieber souverän und zurückhaltend zu sein.“

Und das kam wohl sehr gut an!

Martin: „Offensichtlich. Jetzt in der Ausbildung kann ich aber wirklich von meinen Vorkenntnissen profitieren, denn ich musste die Sanitäterausbildung ja noch einmal machen, obgleich sie schon zweimal bestanden hatte. Ich hatte sie als Zivi und als Werkfeuerwehrmann absolviert. Auch den Brandmeister-Lehrgang kannte ich schon. Nur das Beamtenrecht war für mich Neuland.“

Ömer Bekar

Ömer Bekar

Ömer Bekar ist Performance-Marketing-Manager und SEO-Spezialist aus Bremen. Seit 2006 arbeitet er im Suchmaschinenmarketing und hat vier Führungsrollen als Head of SEO beziehungsweise Head of Performance Marketing verantwortet, inhouse wie auf Agenturseite, zuletzt für die Sit&Watch Media Group und Best Placed Media. Parallel konzipiert und betreibt er seit 2006 digitale Eignungsauswahlverfahren und Vorbereitungsportale für Behörden, Unternehmen und Bewerber, darunter polizeitest.de, bundeswehrtest.de und einstellungstest.de. Die technische Umsetzung übernimmt er selbst, von der Testplattform und der Auswertung bis zu strukturierten Daten und Tracking. Die fachliche Prüfung der Testinhalte liegt bei Diagnostikerinnen und erfahrenen Praktikern.

Verantwortlich: \303\226mer Bekar

Fachliche Pr\303\274fung: Werner von Rappard, Sebahat Guensch

Letzte fachliche Pr\303\274fung: 15. September 2026

Methodik: Wie wir Inhalte erstellen und pr\303\274fen

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